Zum dritten Mal brennt es: Scheune und Hühner fallen Feuer zum Opfer

Die Untermünkheimer Feuerwehr ist am Donnerstagabend zu einem Einsatz auf ein landwirtschaftliches Anwesen in Gaisdorf ausgerückt.

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Um 22.38 Uhr am Donnerstag geht der Alarm bei der Feuerwehr Untermünkheim ein – nur acht Minuten später trifft ihr erstes Fahrzeug auf dem Anwesen von Walter Grund in Gaisdorf ein. „Der Schuppen stand in Vollbrand“, berichtet Kommandant Martin Munz. In rund 20 Metern Entfernung hat ein Nachbar Strohballen unter ein Abdeckung gelagert. „Durch den Funkenflug sind auch sie in Brand geraten“, fügt er hinzu. Schnell baut die Mannschaft eine Wasserwand auf, um andere Gebäude zu schützen. Trotzdem schmelzen Tore einer Scheune.

15 Hühner sterben

Der Wind trägt Glut hinfort. „Da lag noch 100 Meter weiter etwas in den Höfen und auch auf Dächern. Das hat auch Fotovoltaikanlagen beschädigt“, sagt Walter Grund, dem der nach eigenen Angaben rund elf auf 15 Meter große, zweistöckige Schuppen gehört, in dem das Feuer ausgebrochen ist. Ihm ist deutlich anzuhören, welches Leid mit dem nun dritten Brand in kurzer Zeit über ihn hereingebrochen ist: erst eine Scheune, dann das Wohnhaus, nun ein anderer Schuppen.

15 Hühner sind tot, ein erst zwei Jahre alter Rasenmäher-Traktor, ein Miststreuer, eine Mühle, ein Silo – alles ist zerstört. Zwei Tage vorher noch hatte er Brennholz im Hof gemacht. Jetzt ist alles vernichtet. „Ich habe noch einen Tag Holz zum Heizen“, erklärt er.

„Die Feuerwehr hat sehr gut gearbeitet. Ohne sie hätte es noch einen viel höheren Schaden gegeben“, meint Grund. Mit vier Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften kämpft die Untermünkheimer Wehr gegen die Flammen. Mit einem Bagger werden Stroh und Holz auseinander genommen, um an Glutnester zu kommen. Erst um 1.30 Uhr gehen erste Feuerwehrleute wieder, die Hälfte zieht sich gegen 3 Uhr zurück. Der Einsatz endet nach dem Aufräumen für den Rest gegen 6 Uhr. „Wir konnten noch ein Auto und einen älteren Schlepper aus dem Bereich rausholen, der eine massive Betondecke hat“, erklärt Kommandant Munz. Um 10 Uhr ist er nochmals nach Gaisdorf gerufen worden, weil erneut Rauch vermutet wurde – es ist aber ein Fehlalarm.

Brandursache noch ungeklärt - Kripo ermittelt

Die Kriminalpolizei ermittelt am Freitag vor Ort. Ein Ergebnis, warum es gebrannt hat, gibt es noch nicht. „Sie haben Kabel mitgenommen und wollen am Montag noch einen Sachverständigen schicken“, weiß Grund. Er kann sich überhaupt nicht erklären, wie es zum dem Feuer gekommen sein kann. „Wir stecken immer alles aus. Und dort, wo es gebrannt hat, war nicht einmal etwas eingesteckt“, berichtet er. Selbst wurde nie etwas an der Elektrik geändert. „Das kann ich gar nicht, dafür holen wir immer eine Firma“, sagt Grund.

In einer ersten Pressemitteilung hat die Polizei den entstandenen Sachschaden mit rund 50.000 Euro angegeben. „Das ist aber ein Witz, dafür stellst du nicht mal eine Scheune auf“, meint Grund. Er will aber noch keinen Betrag nennen.

Das Ganze hat ihn sehr mitgenommen. „Weil ich früh morgens die Zeitung austrage, habe ich mich schon hingelegt. Und dann wirst du erst geweckt, wenn schon alles in Flammen steht“, erzählt er. Gefreut hat ihn, dass Bürgermeister Christoph Maschke und Pfarrer Stefan Engelhardt gekommen sind: „Sie haben mir und meiner alten Mutter jede Hilfe angeboten. Das tat gut.“

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