Von Aalen nach Schrozberg: 28-Jähriger liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei

Die Polizei hat in den Mittagsstunden nach einem Straftäter gefahndet, der bei seiner Vorführung am Amtsgericht Aalen entkommen war. Mit einem gestohlenen Jaguar flüchtete er bis nach Schrozberg

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Ein 28-jähriger mutmaßlicher Straftäter ist gestern gegen 11 Uhr in einem unbeobachteten Moment aus einer Aalener Polizeidienststelle geflüchtet. Der Mann sollte von Polizeibeamten im Zusammenhang mit einem Haftbefehl ins Amtsgericht Aalen gebracht werden. Gegen den Mann ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Betrugs.

"Offensichtlich war für den Mann vor dem Polizeigebäude ein Fluchtfahrzeug bereitgestellt", erklärte der Aalener Polizei-Pressesprecher Rudolf Biehlmaier. Bei dem Auto handelte es sich um einen Jaguar.

Die Polizei hat dann sofort mit einem Großaufgebot die Fahndung nach dem Flüchtigen eingeleitet, der mit dem schwarzen Jaguar in Richtung Crailsheim raste.

Die Polizei setzte dabei auch einen Hubschrauber ein. "Weil sich die Verfolgung entlang der bayerischen Landesgrenze abgespielt hat, beteiligte sich auch die bayerische Polizei mit einem weiteren Hubschrauber und Einsatzfahrzeugen an der Suche", sagte gestern Hermann Schüttler, Pressesprecher der Polizeidirektion in Schwäbisch Hall. Nach nicht bestätigten Angaben waren während der Verfolgungsjagd insgesamt rund 50 Polizeifahrzeuge im Einsatz.

Die wilde Flucht war gegen 13.30 Uhr im Schrozberger Teilort Krailshausen zu Ende: Mit seinem Auto kam der Mann auf einem Feldweg von der Straße ab und rammte auf einem Acker einen Baum.

"Der 28-Jährige wurde beim Unfall leicht verletzt", sagte Pressesprecher Rudolf Biehlmaier aus Aalen. Den ersten Feststellungen nach ist an dem schnellen Fluchtfahrzeug, dem schwarzen Jaguar, ein Sachschaden in Höhe von rund 50 000 Euro entstanden.

"Wir können nicht ausschließen, dass bei der Verfolgungsfahrt, die sich überwiegend im Landkreis Schwäbisch Hall, aber auch im Ostalbkreis und über die Landesgrenzen hinaus abgespielt hat, Verkehrsteilnehmer durch den flüchtenden Straftäter gefährdet wurden", erklärte Polizeisprecher Biehlmaier.

Deshalb sollten sich Zeugen und mögliche Geschädigte jeweils mit ihrer örtlichen Polizeidienststelle in Verbindung setzen.

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