Toter in Ummenhofen angespült - Ist es Henry B.?

Nicht nur die Obersontheimer rätselten in den vergangenen drei Wochen: Wo ist Heinrich B.? Mit großer Wahrscheinlichket wurde die Leiche des 62-Jährigen am Montagmorgen bei Ummenhofen in der Bühler gefunden.

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Die Meldung kommt am Montagmorgen: Leblose Person in der Bühler bei Ummenhofen entdeckt. Polizei und Notarzt sind kurz vor 9 Uhr schnell vor Ort, doch sie müssen erkennen, dass dieser Person nicht mehr zu helfen ist. Sie liegt eingeklemmt in einem Weidengebüsch am linken Bühlerufer, knapp darunter rauscht das Hochwasser der sonst an dieser Stelle ruhig vorbei fließenden Bühler entlang. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um den 62 Jahre Jahre alten vermissten Mann aus Obersontheim, der letztmals in den frühen Morgenstunden des 23. Dezembers gesehen wurde“, sagt Klaus Hinderer vom zuständigen Polizeipräsidium Aalen. „Trotz intensiver Absuche mit Tauchern, Hunden, Feuerwehr und Polizeikräften in den Tagen nach dem Verschwinden war der Gesuchte zunächst nicht gefunden worden.“

 

Ein Mitarbeiter des Steinbruchs in Ummenhofen, durch den die Bühler verläuft, hatte die leblose Person entdeckt. Die Bergung, zu der kurz nach 9.30 Uhr die Obersontheimer Feuerwehr eintrifft, gestaltet sich schwierig. In den Nachtstunden war die Bühler aufgrund des Hochwassers an dieser Stelle noch nicht in ihr Bett zurückgekehrt. Von der Steinbruchsseite aus wäre die Bergung zu gefährlich gewesen, deshalb wurde ein Anfahren über die andere Uferseite ins Auge gefasst. Da aber die dortigen Auwiesen teilweise noch etwas unter Wasser standen, fehlte ein passendes Fahrzeug. Mitarbeiter des Steinbruchs stellten kurzfristig einen Traktor mit Allradantrieb zur Verfügung, mit welchem die zwei Kriminalbeamten und die ersten Feuerwehrleute zum Fundort gefahren wurden. Die weiteren Feuerwehrmänner nahmen wenig später die Mitfahrgelegenheit auf dem Anhänger des Bauhof-Traktors in Anspruch.

Laut Polizei gibt es keine Hinweise auf ein Verbrechen

Da sich die Person in der Ufervegetation verkeilt hatte, musste die Feuerwehr dicke Äste und Wurzeln zersägen. Dazu wurde ein Feuerwehrmann mit einer Seilwinde gesichert – falls er ausgerutscht wäre, hätte ihn das Hochwasser der Bühler mitgerissen. Bei den Bergearbeiten wurde sehr vorsichtig vorgegangen, so dass es über eine Stunde dauerte bis das Herausheben des Körpers aus der Böschung möglich war. Davor fanden die Kripobeamten bei der Person einen Geldbeutel mit Ausweispapieren. Der Leichnam wurde auf eine Bergetrage gelegt und mit dem Bauhoftraktor in den Steinbruch gebracht. Dort übernahmen Polizei- und Kriminalbeamte die weiteren Ermittlungen.

Die Schwäbisch Haller Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. „Nach ersten Erkenntnissen gibt es keinerlei Hinweise, die auf ein Verbrechen hindeuten. Die Staatsanwaltschaft Schwäbisch Hall hat eine Obduktion angeordnet, die möglicherweise weitere Aufschlüsse über die Todesursache geben wird“, sagt Hinderer. Die Obduktion soll am Dienstag oder Mittwoch erfolgen. Der Termin für eine Beerdigung steht noch nicht fest.
Obersontheims Bürgermeister Siegfried Trittner berichtet, wie Heinrich B.s Sohn Stefan versorgt wird: „Er hat einen Platz bei uns im Samariterstift gefunden.“

Obduktion erfolgt am Mittwoch

Obersontheimer Heinrich B. bleibt verschwunden

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