SSG-Nixen schneiden gut ab
Unter ohrenbetäubendem Trommelwirbel schwammen die SSG-Mädels im Tübinger Hallenbad Nord um den Platzerhalt in der zweiten Bundesliga. Es gab ein solides Ergebnis für die SSG-Nixen.
Sechs Frauen- und Männermannschaften der zweiten Bundesliga Süd schwammen am Wochenende in Tübingen, um entweder in die Erste Bundesliga aufzusteigen oder ihren Platz in der Zweiten Bundesliga zu sichern. Die Stimmung im Bad war total gespannt und der Starter musste oft minutenlang warten, bis sich das Getöse und Getrommel gelegt hatte. Dann war es für ein paar Sekunden lang still, bis erneut der ohrenbetäubende Lärm ausbrach. Jede Mannschaft war in einem eigens angefertigten Outfit gekleidet. Die SSG-Mädels trugen lila.
Theresa Anna Pfeiffer (Jahrgang 1995) holte die meisten Punkte für ihre Mannschaft (3523 Punkte). Die hervorragende Rückenschwimmerin machte einen neuen Vereinsrekord auf der 100 Meter-Strecke, die sie in 1:04,94 Minuten zurücklegte. Sie gelangte als Zweite ins Ziel.
Die 23-jährige Bettina Merkle konnte ebenfalls sehr viele Punkte erlangen (3362 Punkte). Ein persönlicher Erfolg war für sie, dass sie zum ersten Mal die 100 Meter Kraul unter einer Minute schwamm (59,81 Sekunden). "Die Stimmung bei den 100 Meter Kraul-Strecken muss man erlebt haben. Wer sich da nicht motivieren lässt, der muss taub sein", so die Lehramtsstudentin hinterher.
Mattika Fischer (Jahrgang 1991) sorgte mit ihren fünf Starts gleichfalls für reichlich Punkte (3216 Punkte). Besonders gut waren ihre 400 Meter Lagen, die die Vereinsmeisterin 2011 in 5:12,17 Minuten zurücklegte und dafür 643 Punkte bekam. "Insgesamt haben wir eine sehr junge Mannschaft. Sechs Schwimmerinnen sind unter 16. Grace Roberts ist die Jüngste und schwimmt Brust wie ein Fisch. Mit ihren 34,41 Sekunden war sie Drittschnellste auf 50 Meter und bei den 100 Metern sogar Zweitschnellste mit 1:14,88 Minuten und das gegen sehr viel ältere Schwimmerinnen", meinte der Trainer Steffen Amman. "Wir müssen uns jetzt noch ein paar Reserven für die Rückrunde offen lassen, erst dann steht das Endergebnis fest. Die Chancen in der Zweiten Bundesliga zu bleiben sind bis jetzt jedenfalls ganz gut." Die SSG-Frauen erreichten in der Vorrunde in Tübingen Platz vier mit 20563 Punkten. Und das gegen so Schwergewichte wie die SG Stadtwerke München (22748 Punkte) und TSV Hohenbrunn-Riemerling (23340 Punkte), die mit insgesamt sechs Schwimmerinnen im Bundeskader vertreten sind, bzw. in der Jugendnationalmannschaft schwimmen. In der zweiten Liga Süd stehen sie momentan auf Platz sieben.
Sensationelle Leistungen brachten die SSG-Männer der ersten Mannschaft bei ihrem Aufstiegskampf zur 2. Bundesliga in Freiburg. Sie erlangten zusammen insgesamt 21 806 Punkte und waren damit die zweitbeste Mannschaft dieses Wettkampfes. Nur die SG Regio Freiburg war mit 22 645 Punkten besser. Zum Vergleich: die Wasserfreunde Leonberg sind die derzeit Besten der 2. Bundesliga mit 23 340 Punkten. "Wir sind hochmotiviert den Aufstieg bei der Rückrunde nächstes Wochenende in Freiburg zu besiegeln", so Trainer Nico Moritz. Die meisten Punkte holte hier mit fünf Starts Leon Fischer, Jahrgang 1996, insgesamt 3806. Gefolgt von Alexander Falk, Jahrgang 1992, mit 3376 Punkten. "Wir sind komplett alle neue Bestzeiten geschwommen. Das hat es noch nie gegeben. Die Stimmung war granatenmäßig", meinte Moritz. Ingmar Rieger und Leon Fischer legten gar einen neuen Vereinsrekord hin. Rieger auf 200 Meter Delfin mit 2:10,48 Minuten und Fischer auf 100 Meter Rücken mit 56,28 Sekunden.
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Autor: SWP | 02.02.2012
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Die SSG-Nixen, oben v. l.: Katharina Falk, Greta Groten, Carina Wahr, Maren Reinhardt, Grace Roberts, Britta Keppler, Masseur David, Trainer Steffen Amman, unten v.l.: Theresa Pfeiffer, Bettina Merkle, Anne Weiße, Mattika Fischer, Karolin Schwille.
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