Blaubeurer beste Segelflieger der Welt

Die Fliegergruppe Blaubeuren ist zum zweiten Mal nach 2004 deutscher Segelflug-Meister. Auch international konnte kein Verein mit der FLG mithalten.

Vor dem Saisonstart wussten die Mitglieder der Fliegergruppe Blaubeuren nicht, welche ihrer Piloten in der ersten Bundesliga abheben und wie die Runde verläuft. Viele befürchteten, es würde eine schwierige Zeit auf den Blaubeurer Verein zukommen. Doch genau das Gegenteil war der Fall.

Es war die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte. Am vergangenen Wochenende wurde die zweite deutsche Meisterschaft nach 2004 unter Dach und Fach gebracht. Gleich acht Blaubeurer Piloten waren vom Flugplatz in Sonderbuch gestartet, um in der vorletzten Runde alles klar zu machen. Nachdem alle sicher gelandet und die Flüge online gemeldet waren, wurde gespannt auf die Ergebnisse des Zweitplatzierten LSV Burgdorf aus Niedersachsen gewartet. Zwar reichte es für die Blaubeurer nicht zum Rundensieg, der ging an das Segelflugzentrum Königsdorf. Doch Burgdorf hat keine Chance mehr, Blaubeuren vom ersten Platz noch zu verdrängen. So steht die FLG bereits eine Runde vor dem Saisonende als deutscher Meister fest.

Eine weitere Überraschung gab es wenig später, als ein Blick auf die Tabelle der Internationalen Segelflugkommission geworfen wurde. Auch dort stehen die Blaubeurer eine Runde vor dem Ende ganz oben und können auch hier nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden. Damit ist klar: Blaubeuren ist nicht nur in Deutschland die Nummer eins dieser Saison, sondern auch die beste Segelflug-Vereinsmannschaft weltweit.

In der World League nehmen unter anderem Segelflieger aus Spanien, USA, Finnland, Kanada und Italien teil. Mit 424 Punkten ließen die Blaubeurer die beiden Vereine aus den USA, den Albuquerque Soaring Club (382) und die Texas Soaring Association (381), hinter sich.

Neben dem fliegerischen Können der FLG-Piloten spielte auch das Wetter auf der Schwäbischen Alb den Blaubeurern in die Karten. Lediglich zwei Flüge wurden nicht in Sonderbuch gestartet. Vizemeister Burgdorf musste teilweise 300 Kilometer weit fahren, um einen geeigneten Startplatz zu finden.

Auch alleine waren die Blaubeurer stark. David Bauder wurde in der 15-Meter-Klasse deutscher Vizemeister und kam bei der Europameisterschaft auf Platz 16, Franz Poch landete bei der EM in der Standardklasse sogar auf Rang zwei.

Erfreuliches vermeldeten auch der FSV Laichingen (derzeit auf Rang sieben) und der Sportfliegerclub (SFC) Ulm, der sich nach einer durchwachsenen Saison ebenfalls eine Runde vor Saisonende den Bundesliga-Klassenerhalt sicherte. Martin Sautter, Dietmar Schell und Uli Pfundmeier erflogen sich den elften Tagesplatz und liegen nun auf dem 13. Gesamtrang. Damit kann der Neuling SFC auch bei einer Nullrunde am abschließenden Wochenende nicht mehr absteigen. "Unser Minimalziel war, trotz der harten Konkurrenz, in der Bundesliga zu bleiben", sagte Pfundmeier, der es nicht versäumte, dem deutschen Meister zu gratulieren: "Blaubeuren hat verdient gewonnen."


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Autor: SEBASTIAN SCHMID | 24.08.2011

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