Zu viel geht daneben

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TuS-Kreisläuferin Annika Ingenpaß (Mitte) kam in Allensbach nicht wie gewohnt zum Zug, ihre Siebenmeter fanden nicht ins Ziel.  Foto: 

Noch ohne Punkt ging der SV Allensbach in diese Partie. Eine Tatsache, die man in Metzingen mit Skepsis betrachtete. Das Team vom Bodensee ließ dann auch keinen Zweifel daran, dass der Nuller schnellstmöglich getilgt werden sollte. „Die haben Spielerinnen mit jahrelanger Zweitliga-Erfahrung. Es war deshalb klar, dass es eine schwere Aufgabe wird. Allensbach war unser bisher stärkster Gegner“, berichtete TuS-Geschäftsführer Ferenc Rott.

Er konnte seiner Mannschaft nicht einmal sehr böse sein, zumindest nicht für das, was sie in der Defensive bot. „Wir hatten eine Super-Abwehr und eine Super-Torhüterin“, sagte Rott. Dass man vom Gastgeber ähnliches behaupten konnte, war ein Grund dafür, dass das Spiel lange ausgeglichen war.

Nach einem Treffer von Jennifer Albien lag die TuS mit 5:2 in Front (17.), der SVA antwortete mit dem 7:7 (26.), führte zur Halbzeit mit 9:7. Schon im ersten Abschnitt hatte sich ein Problem der kleinen TusSies offenbart: Der ruhende Ball aus sieben Metern konnte einfach zu selten im Ziel untergebracht werden. Zehn Strafwürfe wurden dem Team von Trainerin Edina Rott zugesprochen, nur fünf verwandelt.

„Damit alleine ließe sich die Niederlage schon erklären, wir waren aber auch im Positionsangriff einfach nicht zwingend genug“, hatte Ferenc Rott ein Manko bei seinen Mädles ausgemacht, bei denen Stina Karlsson nach langer Verletzungspause erstmals wieder Wettkampfluft schnupperte. Zunächst war ihr die fehlende Spielpraxis anzumerken, dann steigerte sich die Blondine im zweiten Abschnitt. Ebenfalls als gelungen kann man das Comeback von Torhüterin Carla Weiss bezeichnen. Sie hielt hervorragend, über 22 Gegentore kann man nicht meckern, 19 erzielte sind aber einfach nicht genug, um auswärts etwas zu erben.

Delaila Amega war erst am Montagabend von einer Reise mit dem niederländischen Nationalteam zurückgekehrt. Deshalb durfte sie noch verschnaufen. „Sie kann der zweiten Mannschaft sicher noch helfen, das Angriffsspiel beleben. Ziel ist der Klassenerhalt, nichts anderes“, stellt Rott klar, der mit dem Verlauf der zweiten Hälfte nicht zufrieden sein konnte. Die Metzingerinnen blieben zwar lange bei der Musik (14:13, 41.), 16:15 (52.) – ab dem 19:17 (57.) war dann nichts mehr zu machen, Allensbach zog weg bis zum 22:19.

So spielten sie

SV Allensbach: Wörner, Ludwig, Lukau – Lizureck, Person, Rothmund (5), Willauer (5), Müller (2), Bickel, Greinert (10/5), Hotz, Gaus, Hübner, Scholl

TuS Metzingen II: Gross, Weiss – Karlsson (4), Kubasta (1), Silva da Costa, Rott (5/3), Albien (3), Welser (1), Bücs (4/2), Grosz-Savanyu, Eiberger, Ingenpaß (1)

Siebenmeter: 5/5 – 10/5 (Ingenpaß (2), Bücs (2) und Karlsson vergeben)

Zeitstrafen: Lizureck, Rothmund, Willauer, Müller (2) – Karlsson (2), Albien, Ingenpass

Schiedsrichter: Fabian Dietz, Lukas Nachbaur

Zuschauer: 300

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