TSG verkauft sich ordentlich
Trotz einer starken kämpferischen Leistung hat es für die Söflinger Drittligahandballer gegen Leutershausen nicht zu einer Überraschung gereicht. Doch beim 27:32 (12:17) verkaufte sich die TSG gut.
Als die Anzeigetafel der Kuhberghalle in der 54. Spielminute plötzlich verrückt spielte, regte sich keiner mehr groß auf. Zu sicher lagen die Leutershausener mit 28:24 vorne. Doch das Gerät ließ sich nicht mehr bedienen. Mehr als fünf Minuten dauerte es, ehe auf händisches Mess- und Zählwerk umgestellt wurde und die Gäste die Partie gegen an diesem Tag chancenlose, aber keinesfalls kampflose Söflinger Handballer zum 27:32-Endstand herunterspielten. Schon zur Pause war Leutershausen mit fünf Toren (17:12) vorne gelegen.
Was die Söflinger gestern Abend vor gut besetzten Rängen gegen den Spitzenreiter der Dritten Liga zeigten, war vor allem aber kämpferisch erste Sahne. Gegen die hoch gewachsenen Leutershausener zeigten die Söflinger über die gesamte Spieldauer in der Abwehrarbeit Engagement und nahmen immer wieder geschickt das Tempo heraus. So war beim Stand von 3:3 sogar die Führung drin, doch Simon Dürner schloss aus der Distanz zu hastig ab. "Damit haben wir es dem Gegner häufiger in diesem Spiel leicht gemacht, zu schnellen Gegenstößen zu kommen", sagte der mit zehn Treffern beste Torschütze der TSG selbstkritisch.
In der ersten Schwächephase nach zehn Minuten machte der TSG-Abwehr aber noch etwas ganz anderes zu schaffen: Die Leutershausener Rückraumschützen trafen quasi nach Belieben, die Gäste zogen schnell auf einen Fünf-Tore-Vorsprung davon. Nach der Auszeit von TSG-Trainer Gabor Czako beim 11:16 fand Söflingen zwar zu einer offeneren und effektiveren Defensivarbeit, mit der die Rückraumtreffer weniger wurden. Doch vorne fehlte zunehmend die Durchschlagskraft. Das taktische Mittel, Kreisläufer Alexander Schmid konsequent zu decken und den Rückraum zu Aktionen zu zwingen, ging für Leutershausen voll auf. Der beim 36:36 in Horkheim noch so starke Martin Fiedler blieb diesmal blass. Zur Pause stand es 12:17.
Als dann die zweite Hälfte mit zwei Siebenmeter-Treffern für Leutershausen eingeleitet wurde, war das Spiel ebenso unspektakulär wie vorzeitig zugunsten der Gäste entschieden. Allerdings ließen sich die Söflinger von den nun stark vorgetragenen Gegenstößen des Aufstiegsfavoriten und den großzügig gewährten Siebenmetern des Schiedsrichtergespanns nicht aus der Ruhe bringen und legten trotz eines zwischenzeitlichen Acht-Tore- Rückstands immer wieder nach. Weil jedoch die Konsequenz bei den eigenen Gegenstößen fehlte, blieb es beim komfortablen Punktekissen der Gäste. Bezeichnend: Es lief schon die 51. Minute, als Alexander Schmid mit dem 22:27 der erste Treffer vom Kreis gelang.
Etwas Durchatmen durften die Akteure dann, als die Anzeigetafel beim Stand von 23:28 verrückt spielte. "Ich glaube aber, das hat eher den anderen geholfen, die ersatzgeschwächt waren", meinte Simon Dürner. So spielte die SGL die Partie bis zum 27:32 noch relativ locker herunter.
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Autor: MANUELA HARANT | 04.02.2012
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Zehn Treffer von Simon Dürner (rechts) reichten für Söflingen nicht, um der starken SG Leutershausen Paroli zu bieten. Foto: Rudi Apprich
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