Rill hat Respekt, hofft aber auf Sieg

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Die Überraschungs-Mannschaft der Oberliga neben dem SV Oberachern ist der Neuling FC Villingen, dem das eine Jahr Verbandsliga Südbaden gut tat. Mit elf Gegentoren hat der FC, der einen Punkt hinter Neckarsulm und Balingen liegt, die beste Abwehr der Liga und mit Nedzad Plavci (12 Tore) hat Trainer Jago Maric einen Top-Torschützen. Zu Hause verlor der FC nur gegen Balingen 1:2, hat  die viertbeste Heim-Bilanz.

Die Südbadener siegten nun in Sandhausen 5:0, als Cristian Giles Sanchez drei Tore erzielte. Er ist  ein Neuzugang von Pena Sport und mit Pablo Gil (Inter de Madrid) hat man einen zweiten Spanier verpflichtet. An beiden Spielern war auch der SSV interessiert, musste aus finanziellen Gründen aber passen. Der FC  hat auch in der Zuschauerbilanz den SSV abgelöst: 1014 Fans kamen im Schnitt zu den Spielen – 1800 waren es gegen Nöttingen beim 5:2-Sieg. Der SSV hat 923 Fans.

Villingen ist klarer Favorit. Für SSV-Trainer Andreas Rill sind es Selbstverständlichkeiten, wenn er vom Umschaltspiel, vom Gegenpressing, von der Laufbereitschaft spricht, das seien Basics. Er will auch die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen  verkleinern, das Umschaltspiel nach beiden Richtungen müsse besser werden.

Rill schaute sich das KSC-Spiel noch einmal an: „80 Minuten haben wir vieles richtig gemacht, dann aber stürmten wir, anstatt den Punkt zu sichern, kamen nicht mehr schnell genug zurück. Da fehlte die Kraft und wir kassierten drei Tore. Auch die Defensive muss verbessert werden, denn wir spielten lange gut gegen den Ball, haben Qualität, hätten noch zwei Tore erzielen können.“ Fazit nach dem 1:4 beim KSC II: „So schlecht war das nicht, wir kamen einfach nicht mehr schnell genug in die Rückwärtsbewegung, da fehlte die Power. Wir müssen cleverer agieren, maximal pressen.”

Avdic und Vogler mussten jetzt eine Woche pausieren, Schiffel ist wieder im Training, der Coach hofft auf den Einsatz der drei Spieler. Kuengienda hat gerade Spätschicht, kann nicht immer trainieren, bei Prediger sieht es besser aus. Rill ist zuversichtlich: „Gegen Teams, die Fußball spielen wie der FC, sehen wir besser aus. Das kann ein Vorteil sein, wenn wir die Basics umsetzen, den Plan einhalten. Wir müssen aber  90 Minuten voll bei der Sache sein, nicht nur  80.“

Der Coach weiter: „Ich verlange ein diszipliniertes Auftreten, schnelles Umschaltspiel. Wenn das funktioniert, haben wir gute Aussichten. Kuengienda arbeitete gut nach hinten, ist ein Talent und ich baue auch auf unsere A-Jugend, hatte Methner und Colic im Kader. Wir müssen Gas geben, die Fitness spielt eine Rolle.”

Andreas Rill fordert ein laufintensives Spiel mit Leidenschaft und dem Willen, den Dreier zu holen. Er möchte den FC ärgern, hat im Training einiges probiert. „Unser Angriffsspiel muss noch variabler werden, daran arbeiten wir und ich richte ein System immer nach dem Gegner, bin da flexibel. Jeder muss nach hinten arbeiten, die Grundordnung  vorhanden sein. Wir können mithalten, wenn alles eingehalten wird”, so Rill abschließend.

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