FC Bayern auch in der Halle obenauf

Beim wieder einmal glänzend besetzten Betzinger Betzi-Cup für U12-Junioren triumphierte am Ende der Nachwuchs des Champions-League-Siegers FC Bayern München souverän im Finale gegen Rapid Wien.

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Die meist elfjährigen D-Junioren des FC Bayern München gewannen gestern in Reutlingen-Betzingen den 17. Betzi-Cup für U12-Junioren.  Foto: 

Am Wochenende wurde in der wieder einmal proppenvollen Betzinger Sporthalle Budenzauber vom Feinsten geboten. Insgesamt waren 25 Mannschaften, davon 14 regionale Vertreter, bei der 17. Auflage des renommierten Internationalen U12-Nachwuchsturniers, dem Betzi-Cup, am Start. Die Zuschauer im größten Reutlinger Stadtteil kamen voll auf ihre Kosten und sahen an beiden Turniertagen hohes spielerisches Niveau, tollen Tempofußball und viele sehenswerte Tore.

Am Ende setzte sich der Nachwuchs des FC Bayern München durch einen 3:1-Finalsieg gegen die Mannschaft von Rapid Wien verdientermaßen durch. Die Treffer von Abdul Bangara, Rudolf Schlosser und Brando Happi Monthe sorgten für eine komfortable 3:0-Führung der FCB-Youngsters im Endspiel gegen die grün-weißen Hütteldorfer. Zum Ehrentreffer kamen die Gäste aus Österreichs Hauptstadt Wien durch Pascal Fallman - erst 54 Sekunden vor Spielende.

Den dritten Platz sicherte sich Bayer 04 Leverkusen durch einen deutlichen 6:2-Erfolg gegen die zuvor über das gesamte Turnier sehr überzeugend spielende Mannschaft von RB Leipzig.

Von den 14 regionalen Vertretern in den fünf Fünfergruppen war es dem VfL Pfullingen und SSV Reutlingen Fußball gelungen, bis in die Zwischenrunde vorzustoßen. Die erste Überraschung des ersten Turniertags gelang dabei dem VfL-Nachwuchs, der den SK Slavia Prag mit 1:0 besiegen konnte, was für den Gast aus Tschechien letztlich das Aus bedeutete. Trotz des Ausscheidens reiste das Slavia-Team aber nicht ab, weil es den tschechischen Trainern wichtig war, dass die Spieler die Kultur und Sprache der Gastfamilien kennenlernen sollten.

Am Abend lud der VfL Pfullingen, der die Prager beherbergte, die gesamte Slavia-Mannschaft zum Essen ein. Dies war der Beginn eines unvergesslichen Abends mit tollen Momenten, in dem der Fußball zur Nebensache wurde.

Der SSV Reutlingen Fußball marschierte ohne Niederlage durch die Vorrunde und sicherte sich in der Gruppe D etwas überraschend den Gruppensieg. Dabei wurde die SG Degerschlacht/Sickenhausen 1:0 bezwungen, es folgte ein 1:1 gegen den TSV 1860 München, ein fulminanter 3:1-Erfolg gegen Bayer 04 Leverkusen und zum Abschluss noch ein 7:0-Kantersieg gegen den TuS Ergenzingen.

"Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben an einem sehr intensiven ersten Turniertag unsere Konzentration lange hochgehalten und gezeigt, dass wir mit den Großen mithalten können", lobte ein zufriedener SSV-Trainer Toni Cus.

In der Zwischenrunde blieben die Kreuzeiche-Kicker in drei Partien zunächst weiter ungeschlagen, denn der SSV-Nachwuchs trennte sich vom späteren Turniersieger FC Bayern München, FC Basel und dem 1. FC Kaiserslautern jeweils 1:1 unentschieden. Danach folgten aber drei Reutlinger Niederlagen, gegen Bayer 04 Leverkusen (1:6), die Stuttgarter Kickers (2:3) und im Spiel um Platz neun gegen den TSV 1860 München (0:2).

"Am Ende hat man gemerkt, dass wir gegen die großen Fußball-Leistungszentren mit ihren professionellen Trainingsmöglichkeiten nicht ganz auf Augenhöhe sind. Aber wir arbeiten dran und verkürzen mit jedem Turnier die Distanz", meinte Cus, der mit seiner Mannschaft mehr als 5000 Kilometer im Jahr zurücklegt, um bei solchen topbesetzten Veranstaltungen wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Der Nachwuchs des VfL Pfullingen konnte am Sonntag keine Partie mehr gewinnen, aber am Ende stand dennoch ein beachtlicher 12. Platz für den Echaz-Klub im Konzert der Großen.

Zudem wurde der Pfullinger Nick Altenhof zum besten regionalen Torwart gekürt. Robin Heimbach (RB Leipzig) holte sich die Auszeichnung des besten internationalen Torwarts. Beide erhielten von Gottfried "Lollo" Richardon von der Firma Uhlsport ein Paar Torwarthandschuhe überreicht.

Der FC Bayern München löste also Vorjahrsgewinner Hertha BSC als Betzi-Cup-Sieger ab. Die Veranstaltung im größten Reutlinger Stadtteil hat mittlerweile Tradition und es traten schon einige spätere Fußball-Idole in Betzingen gegen den Ball - wie die Weltmeister Mario Götze, Sami Khedira, Julian Draxler, Christoph Kramer oder auch die Bundesliga-Spieler Kevin Großkreutz, Marco Reus, Sven Ulreich oder Denis Aogo, um nur einige zu nennen. Und sicherlich waren auch an diesem Wochenende wieder Akteure dabei, die in einigen Jahren den Weg in die internationale Fußball-Elite schaffen werden.

Der Veranstalter TSV Betzingen mit den verantwortlichen Organisatoren Jörg Steinegger, Martin Vogel, Oliver Degenkolb, Wolfgang Nedele, Karl-Heinz Schwend und seinen mehr als 100 Helfern an beiden Turniertagen sorgte wieder für einen tadellosen Turnierverlauf. "Die Zuschauer sind voll auf ihre Kosten gekommen und haben Spitzenfußball auf allerhöchstem Niveau gesehen. Das Turnier verlief aus unserer Sicht absolut reibungslos, der Fair-Play-Gedanke wurde von allen Teams hochgehalten, sodass es überhaupt keine Verletzungen gab. Der Verständigungsgedanke untereinander funktionierte vorbildlich und alle Teilnehmer hatten viel Spaß," resümierte ein zufriedener Mitorganisator Martin Vogel.

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