Deutsche Basketballer reisen mit gutem Gefühl ab

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Stunden nach dem Aus versprengte es die Mannschaft in alle Himmelsrichtungen. Dennis Schröder flog von Istanbul erst einmal zurück nach Deutschland, andere Nationalspieler machten sich nach der EM direkt zu ihren Klubs auf. Gemeinsam hatten die deutschen Basketballer beim Abschied im Teamhotel aber das gute Gefühl und die großen Hoffnungen für die Zukunft.

„Diese Generation spielt in den nächsten Jahren um Medaillen“, sagte Chris Fleming nach seinem letzten Spiel als Bundestrainer und trotz der 72:84-Niederlage gegen Titelverteidiger Spanien im Brustton der Überzeugung. Erstmals seit zehn Jahren wieder unter den besten Acht, Favorit Frankreich im Achtelfinale überrascht und sich teuer gegen die spanische Übermacht verkauft, das EM-Fazit ist durchweg positiv. Und das Beste dürfte erst noch kommen. Flemings designierter Nachfolger Henrik Rödl, bislang sein Assistent, übernimmt ein Team mit Perspektive.

Mit einem Schnitt von nicht einmal 25 Jahren steht das Gerüst dieser neuen Generation für eine ganze Weile, die Europameisterschaft mit den Spielen in Tel Aviv und Istanbul ist ein Wendepunkt. Nach vielen Enttäuschungen hat die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) wieder in der europäischen Spitze angeklopft, und sie hat nach dem Abschied von Dirk Nowitzki mit Dennis Schröder einen neuen Ausnahmespieler und Leader.

 Dass die Galionsfigur in der neu eingeführten WM-Qualifikation Ende November nicht dabei sein kann, weil in der NBA die Saison läuft, wiegt für das deutsche Team schwer. Mit diesem Problem muss sich vermutlich Rödl (48) herumschlagen. Offiziell hat der DBB den Europameister von 1993 noch nicht als Nationalcoach bestätigt, doch es deutet alles darauf hin.

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