Gut vernetzte Teams sorgen für Wettbewerbsvorteile

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Den Netzwerker-Preis 2017 hält Dr. Kirstin Schreiber von der IHK Reutlingen bereits in der Hand. Doch noch wird nicht verraten, wer ihn am 3. Mai beim Treffen der engagierten Unternehmer im Landestheater Tübingen bekommt.  Foto: 

Von Automotive über den  betrieblichen Datenschutz, von Multimedia bis hin zur Kreativwirtschaft: Mit ihren 40 Netzwerken, deren Zahl sich seit 2010 vervierfacht hat, verfüge die Industrie- und Handelskammer Reutlingen gewissermaßen über „einen vierten Geschäftsbereich.“ Das verkündet IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. Dessen Kammer lädt nun – auch noch nicht Netzwerk-„Organisierte“ – am 3. Mai zu einem Treffen ins Landestheater Tübingen ein.

Als die IHK vor 14 Jahren mit zunächst drei Netzwerken in der Region Neckar-Alb startete, ahnte noch niemand in der auch „Unternehmer-Parlament“ genannten Interessenvertretung, dass diese Netzwerke einmal 1800 Firmenvertreter zählen würde. Womöglich liegt das Erfolgsgeheimnis ja auch darin, dass die Teilnehmer dieser 40 Fach- und Branchentreffpunkte selbst darüber bestimmen, „was in unseren Netzwerken läuft“.

Organisatorisch und koordinierend sitzt die IHK selbstverständlich mit im Boot, und sie hilft bei Bedarf auch bei der Suche nach Referenten. Ob nun „Logistik und Materialwirtschaft“ – eine sehr gefragte Sparte – Management, Nachhaltigkeit, Personalplanung, Produktmanagement oder „Selbstständige im Nebenberuf“ in Planung: Selbst ein vermeintlich so „exotisches“ Thema wie „Schulsekretariat“ konnte auf die Beine gestellt werden; dies alles eigeninitiativ von den Mitgliedern und natürlich ehrenamtlich.

Hauptamtlich koordiniert Dr. Kirstin Schreiber die Aktivität der IHK-Netzwerke, die auf bemerkenswerte Weise Erfolgsgeschichte geschrieben haben. Die IHK Reutlingen, die über die Netzwerke „Firmen fachspezifisch zusammenbringt“, so Epp,  sei in diesem Bereich jedenfalls bundesweit führend, zahlenmäßig wie auch vom qualitativen Anspruch und Selbstverständnis.

Allein das Netzwerk‚ welches sich mit dem komplexen Thema des Vertriebs in den Unternehmen beschäftigt, zählt nunmehr 140 Teilnehmer, weiß Kirstin Schreiber. Fast beiläufig erwähnt sie, „dass weitere 14 IHK-Netzwerke geplant sind“.

Spannende  Themen gebe es zuhauf. Der Umgang mit E-Commerce beispielsweise harrt einer gemeinschaftlichen Erörterung;  nicht zu vergessen die Betätigungsfelder Bau- und Immobilienwirtschaft oder das Controlling, die Mechatronik oder das Energiemanagement. Das alles ist in Planung. Der Verbindung mit den Hochschulen wird freilich auch Rechnung getragen: „Aufgrund dieser Kontakte kommen auch Studierende zu uns“, so Schreiber.

Und einen Netzwerkerpreis, auf obigem Bild zu sehen, wird es auch in diesem Jahr geben. Dort, wo es zahlreiche Praxis-Tipps, neue Impulse für den Berufsalltag, Fachvorträge und natürlich gute Synergieeffekte durch den persönlichen Austausch gibt, wird ein Netzwerk ausgesucht, wo dies alles besonders gut läuft.

Die Frage „wie schaffen wir Mehrwert für unsere Unternehmen?“, so Wolfgang Epp, wird weiterhin aktuell bleiben, denn es gelte auch in Zukunft „innovativer und schneller als die internationale Konkurrenz zu sein – und all dies mit wettbewerbsfähigen Preisen“, so Epp.

Von 240 000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Kammerbezirk seien fünf Prozent Führungskräfte. „Und diese 12 000 wollen wir mit dem Angebot der Netzwerke erreichen“, so Epp. Für den Reutlingern IHK-Hauptgeschäftsführer steht dabei fest: Wenn man Effizienz durch Zusammenarbeit und Wissenstransfer schaffen wolle, „bedarf es des direkten Kontakts und des persönlichen Gesprächs“.

Und dafür sind die Netzwerke da; dort, wo sich die Leute auf Augenhöhe begegnen und austauschen, ganz gleich, ob es der Chef des Ein-Mann-Betriebs oder der Vorstand eines großen mittelständischen Unternehmens ist.

Thema Informationsaustausch auf kurzen Wegen: „Was in unseren Netzwerken läuft, bestimmen deren Mitglieder selbst.“ Das ist das Credo der Industrie- und Handelskammer Reutlingen, die mit mittlerweile zwei Dutzend Netzwerken landesweit an der Spitze stehen.

Best Practice: Wer über den eigenen Tellerrand hinaus schaut, kommt weiter. Die IHK-Netzwerke bieten Fachvorträge zu aktuellen Themen, vermitteln Praxis-Tipps für den Berufsalltag und präsentieren Best-Practice-Beispiele aus anderen Unternehmen. Themenwünsche oder Referenten-Empfehlungen sind natürlich stets willkommen. Die IHK übernimmt die Organisation, die Ausgestaltung ist allein Sache der aktiven und engagierten Netzwerker.

Mehr Erfolg: Wer sich mit den Strategien und Problemen anderer befasst, kann folgenschwere Fehler vermeiden, wissen die Experten der IHK Reutlingen. Der regelmäßige Austausch im Netzwerk trägt so zum Erfolg des eigenen Unternehmens bei.

Kontakt zum IHK-Netzwerkbüro: Martin Drognitz und Dr. Kirstin Schreiber, Hindenburgstraße 54, 72762 Reutlingen, Telefon (0 71 21) 2 01- 2 75, Fax: (0 71 21) 2 01-42 75, netzwerke@reutlingen.ihk.de. jhe

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