Voestalpine: Umsatz legt um zwei Prozentpunkte zu

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So erhöhte das Unternehmen im Jahresvergleich seinen Umsatz um zwei Prozent von 11,1 auf 11,3 Mrd. Euro. „Der sich bereits in den Vorquartalen abzeichnende Aufwärtstrend fand mit einem hervorragend verlaufenen vierten Quartal den erwartet erfreulichen Abschluss. Neben einer generell starken Nachfrageentwicklung im Stahlbereich waren vor allem die Kundensegmente Automobil-, Luftfahrt- und Konsumgüterindustrie durch ein hohes Auftragsniveau gekennzeichnet, also Branchen, die im Fokus der auf Qualität ausgerichteten Strategie der voestalpine stehen“, sagt Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.

In den letzten drei Monaten erreichte die voestalpine die mit Abstand beste Quartalsperformance des Geschäftsjahres. So gelang es dem Konzern im 4. Quartal 2016/17 das operative Ergebnis (EBITDA) auf ein Niveau zu heben, das zuletzt 2011/12 erzielt wurde. Bereits fünf Jahre in Folge leistet die voestalpine an ihre Aktionäre kontinuierlich steigende Dividenden.

Vorbehaltlich der Zustimmung der am 5. Juli stattfindenden Hauptversammlung wird für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie ausgeschüttet. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine weitere Erhöhung um 4,8 Prozent. Die investitionsintensive Fokussierung auf High-end Qualitätssegmente sowie die konsequente Umsetzung der Internationalisierungsstrategie stehen somit einmal mehr nicht im Widerspruch zu einer gesunden finanziellen Entwicklung. Vor dem Hintergrund des soliden Geschäftsverlaufes stieg auch das Eigenkapital um 7,2 Prozent von 5,7 Mrd. Euro auf die neue Rekordhöhe von 6,1 Mrd. Euro.

Einen weiteren Schritt geht die voestalpine AG auch zur Absicherung ihrer europaweit als Modell dienenden Mitarbeiterbeteiligung. Dazu wurde das Grundkapital zum Ende des Geschäftsjahres um rund 0,8 Prozent erhöht. Der Anteil der Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, welche die Aktien für die voestalpine-Beschäftigten hält, liegt nun bei 14,8 Prozent. Die Stiftung bleibt damit zweitgrößter Aktionär des Konzerns, der zum 31. März 2017 die neue Rekordzahl von 49 703 Mitarbeitern (FTE) beschäftigt.

Positiver Ausblick

Die Nachfrageentwicklung stellt sich in vielen Kundensegmenten zu Beginn des neuen Geschäftsjahres deutlich positiver dar als vor einem Jahr. „Auf Basis der aus diesem Konjunkturverlauf resultierenden Ergebnisse des voestalpine-Konzerns zu Beginn des neuen Geschäftsjahres ist für die erste Jahreshälfte eine starke, deutlich über den Vergleichswerten des Vorjahres liegende Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu erwarten. Eine konkrete Einschätzung des Konjunkturverlaufes in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres wird allerdings erst nach dem kommenden Sommer möglich sein“, so Wolfgang Eder.

Im voestalpine-Konzern werden 2017/18 eine Reihe jüngster Großinvestitionen – wie das HBI-Werk in Texas, USA, die neue Drahtstraße in Leoben/Donawitz, Österreich sowie mehrere „Downstream“-Investitionen in Europa, den USA und China – erstmals umsatz- und ergebniswirksam. Die Stahl- und Stahlverarbeitungskapazitäten sind schon heute bis zum Ende des Geschäftsjahres weitgehend ausgelastet und die konsequente Verlängerung der Wertschöpfungskette führt grundsätzlich zu einem vergleichsweise stabilen Geschäftsverlauf. Darüber hinaus sollten sich der Einfluss allfälliger US-Handelsbarrieren und der Druck aus Stahl-Dumpingimporten nach Europa auf voestalpine-Produkte insgesamt in Grenzen halten. Die in Umsetzung befindlichen, konzernweiten Kostenoptimierungs- und Effizienzsteigerungsprogramme lassen zudem eine weitere Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns erwarten. „Vor diesem Hintergrund zeichnet sich aus aktueller Sicht trotz der Unwägbarkeiten in der Einschätzung der zweiten Jahreshälfte für das Geschäftsjahr 2017/18 des voestalpine-Konzerns eine deutlich positive Entwicklung von Umsatz und Ergebnis ab“, so Eder abschließend.

Die voestalpine ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Technologie- und Industriegüterkonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen zählt sie zu den führenden Partnern der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Luftfahrt-, Öl- und Gasindustrie.
Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 11,3 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von über 1,5 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 50.000 Mitarbeiter, die auch mit 14,8 Prozent am Unternehmen beteiligt sind.

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