Der Rücken beschert die meisten Fehltage

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Die Region hat einen niedrigen Krankenstand.  Foto: 

Gute Nachrichten für das Handwerk in der Region Böblingen - Reutlingen - Tübingen - Zollernalb: „Im vergangenen Jahr waren 43,6 Prozent der im Handwerk Beschäftigten keinen einzigen Tag krankgeschrieben“, fasst Herbert Raach, Regionalgeschäftsführer der IKK classic, den aktuellen Arbeitsunfähigkeitsbericht der größten deutschen Handwerkerkrankenkasse für die Region zusammen.

Es wurden Krankheitsdaten der Versicherten in den Kreisen Böblingen, Reutlingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis ausgewertet. Der Vergleich mit den landesweiten Zahlen fällt für die Region positiv aus: Bezogen auf alle Handwerkerkunden der IKK classic im Land lag die Gesundheitsquote 2016 bei 43,2 Prozent.

Dass der Krankenstand im hiesigen Handwerk mit 4,8 Prozent dennoch gleichauf mit dem landesweiten Krankenstand im Handwerk war, lag an der durchschnittlichen Dauer der einzelnen Krankheitsfälle: Mit 13,5 Tagen waren die hiesigen Handwerker im Durchschnitt fast einen halben Tag länger krankgeschrieben als im landesweiten Durchschnitt von 13,1 Tagen. Der Anteil der Langzeiterkrankungen über sechs Wochen am Krankheitsgeschehen lag in der Region knapp unter dem Durchschnitt: „49,4 Prozent aller Krankheitstage in der Region wurde 2016 von Arbeitsunfähigkeiten verursacht, die länger als 42 Tage andauerten“, erläutert Raach. „Landesweit beträgt dieser Wert 49,9 Prozent.“

Die Gesellschaft altert

Dass in Baden-Württemberg viele Handwerker mit Langzeiterkrankungen zu kämpfen haben, liegt auch an der älter werdenden Gesellschaft. Jüngere Mitarbeiter sind zwar häufiger, aber meistens nur kurz arbeitsunfähig. Ältere Mitarbeiter sind seltener krank, dann aber häufig für einen längeren Zeitraum, weil die Erkrankungen schwerwiegender und oftmals chronisch sind. Wie in der gesamten Gesellschaft steigt auch das Durchschnittsalter bei den im heimischen Handwerk beschäftigten Arbeitnehmern kontinuierlich an. Im vergangenen Jahr war der bei der IKK classic versicherte durchschnittliche Handwerker in Baden-Württemberg 42,0 Jahre alt, 2015 war er noch einige Monate (41,7 Jahre) und 2013 sogar über ein ganzes Jahr (40,9 Jahre) jünger. In der Region Böblingen-Reutlingen lag das Durchschnittsalter 2016 bei 41,7 Jahren.

Den mit Abstand größten Anteil an allen krankheitsbedingten Ausfallzeiten im regionalen Handwerk im Jahr 2016 haben mit 31,1 Prozent Krankheiten des Muskel- und Skelettsystems (Land: 31,6 Prozent).

Das ist nicht neu. Seit Jahren führen entsprechende Erkrankungen quer durch alle Branchen die Fehlzeitenstatistiken an. „Ihr Anteil ist im Handwerk aber höher als der regionale Durchschnittswert über alle Beschäftigten, der im vergangenen Jahr bei der IKK classic bei 27,1 Prozent lag“, präzisiert Raach.

Die IKK classic ist mit rund 3,3 Millionen Versicherten das führende Unternehmen der handwerklichen Krankenversicherung und die Nummer 6 der Krankenkassen in  Deutschland. Die Kasse hat rund 7000 Beschäftigte an über 200 Standorten im Bundesgebiet. Ihr Haushaltsvolumen beträgt mehr als 10 Milliarden Euro.

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