Absturz am Wackerstein

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In der Wand des Wackersteins ist das ganze Können der Bergretter beim Abseilen des Verletzten gefordert.  Foto: 

Um 19 Uhr wurde die Pfullinger Bergwacht zum Übungseinsatz am Wackerstein alarmiert. Nach Rücksprache mit der Leitstelle wird klar, es handelt sich wohl um eine abgestürzte Person mit mehreren Beteiligten. Die Höhenrettung der Feuerwehr Pfullingen (SRHT) rückt zur Unterstützung mit aus. Die Zufahrt zum Einsatzort wird durch Hangrutsch und Holzarbeiten erschwert. Kurz vor dem Holzplatz ist kein weiter kommen mit den Fahrzeugen mehr möglich, sämtliches Material wie Arztrucksack, Gebirgstrage und Seile müssen durch den Hang an den Felskopf getragen werden. Das unwegsame Gelände und die schwere der Rettungsmittel erfordern hohe Konzentration und Kondition.

Nach Rückmeldung des ersten Erkundungstrupps wurde schnell klar, dass es sich um drei Beteiligte Personen handelt. Eine beteiligte, aber unverletzte Person konnte betreut zum Rettungswagen gebracht werden.

Am Gipfelkreuz fanden die Retter eine blockierte Person vor, die helfen wollte, sich dann jedoch nicht mehr vor oder zurück traute. Diese wurde von einem Bergretter beruhigte und betreut. Ein Team der SRHT (spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen) führte sie unter Seilsicherung zurück zum Hauptfelsen.

Eine weitere Person war in dem Szenario vom Gipfelkreuz auf einen Vorsprung „das Wießle“ gestürzt. Hier waren schwere Verletzungen zu erwarten gewesen, somit übernahmen die Bergwachtnotärztin und Bergretter die medizinische Versorgung. Nachdem die Statikseile zur Sicherung aufgebaut waren, konnte der abgestürzte Patient in den Bergesack umgelagert und an der Felswand bis zum Felsfuß abgelassen werden. In der Zwischenzeit wurde die Gebirgstrage an den Felsfuß gebracht und Zwischensicherungen vorbereitet. Der Patient wurde dann mit Bergesack und Gebirgstrage durch den Hang nach unten bis zum Rettungswagen abtransportiert.

Durch die gemeinsamen Übungen zwischen Bergwacht und SRHT wird die Zusammenarbeit gestärlt, hier wird besonders auf gemischte Teams Wert gelegt, damit im Ernstfall alles Hand in Hand läuft. Wie sich schon in den vergangenen Jahren zeigte, funktioniert dies sehr gut.

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