Zurück zur Natur oder einfach verfeuern

Die Zeit der Weihnachtsbäume ist vorbei. Jetzt befinden sie sich auf dem Weg zu den 30 Sammelplätzen in der Stadt. Von den Technischen Betriebsdiensten abtransportiert, steht ihre Wiederverwertung bevor.

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Ausgediente Christbäume, teils mit unerwünschtem Lametta, auf dem Kreuzeiche-Parkplatz.  Foto: 

Den allerletzten Baum des Christbaummarktes auf dem Kreuzeiche-Parkplatz kaufte ein Betzinger. An Heiligabend kurz vor 13 Uhr erstand er eine wunschgemäß auf 1,50 Meter gekürzte Nordmann-tanne. Der Markt war damit nahezu ausverkauft, die ursprünglich sieben Händler sagten am Ende: "Diesmal ist es sehr schleppend gelaufen, wir wissen nicht warum."

Die glanzvolle Zeit der Tannen, Fichten und Kiefern ist zu Ende gegangen, die Nadelbäume müssen außer Haus. Bei den sechs Altglascontainer-Standorten der Kernstadt (Bahnhof-, Mittnacht-, Tannenberger- und Rommelsbacher Straße, Bösmannsäcker und Kreuzeiche sowie deren 24 in den zwölf Vororten können die Bäume noch bis 18. Januar kostenlos abgelegt werden. Die in Frage kommenden Container-Standorte, mit einem speziellen Christbaum-Symbol gekennzeichnet, kann man nach wie vor dem "Entsorgungsratgeber der Stadt Reutlingen" oder im Internet unter der Adresse www.reutlingen.de entnehmen.

Nach und nach abgefahren werden die Bäume weiterhin durch die Technischen Betriebsdienste Reutlingen (TBR). Zahlreiche Exemplare werden auf dem Häckselplatz in Betzingen angeliefert - von Pfadfindern, Vereinen, kirchlichen und sozialen Einrichtungen in einzelnen Stadtteilen gegen einen Obolus eingesammelt. Diesbezügliche Termine sind auch dem jeweiligen Gemeindeblatt zu entnehmen.

Egal woher und von wem die Bäume angeliefert werden, die TBR bitten abermals um Folgendes: "Tannenbäume müssen von jeglichem Schmuck befreit sein, auch von Lametta." Selbiges besteht aus schwermetallhaltigem Blei und hochgiftigem Cadmium und verursacht ökologische Schäden bei der Kompostierung. Und auch das Abstellen von Säcken, gefüllt mit zerkleinerten Weihnachtsbäumen, sollte tunlichst unterlassen werden. In Betzingen werden sie dann zusammen mit ihren "Leidensgenossen" aus dem Stadtgebiet klein gemacht. Laut TBR werden die Bäume nicht mehr ganz so verarbeitet wie in den vergangenen Jahren. Grob holziges Material wird in der Hackschnitzelanlage verbrannt und produziert wohlige Wärme, minderes Material geht an einen auswärtigen Maschinenring. Die bisherige Abgabe von "Strukturmaterial" an die Bürger entfällt. Bei der TBR schätzt man die Zahl der kleingemachten Weihnachtsbäume auf 25 000 bis 30 000. Früher oder später werden die Weihnachtsbäume andernorts als gesiebtes und kompostiertes Material ins Erdreich zurückgeführt. Richtig angewandt erfreuen die Tannen, Fichten und Kiefern dann indirekt noch ein zweites Mal.

Übrigens: Wer sich von seinem Weihnachtsbaum selbst bis zum 18. Januar noch nicht trennen kann, für den gibt es noch weitere Möglichkeiten der Entsorgung: Gebündelt kann er bei der nächsten Grüngutabfuhr im Frühjahr kostenlos mitgegeben werden, der Eigenkompostierung dienen oder in zerkleinerter Fom in der eigenen Biotonne verschwinden.

Einen Tipp der TBR zum Schluss: "Ein Christbaum im Topf hat viele Vorteile - er bleibt an Weihnachten länger frisch und lässt sich mehrere Jahre verwenden." Dieser Vorschlag kann allerdings erst in elf Monaten in die Tat umgesetzt werden.

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