Zurück zu den Wurzeln

Die Arbeit in den Sportvereinen ist ehrenamtlich nur noch schwer zu schaffen. Seit 1. April hat die ARS mit der früheren Leichtathletin Jutta Fundel deshalb eine hauptamtliche Geschäftsführerin.

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Hat sich seit 1. April in die Riege der Verantwortlichen rund um Jürgen Vocke, dem ARS-Vorsitzenden Thomas Bader sowie Werner Fink (von links) eingereiht: die hauptamtliche ARS-Geschäftsführerin Jutta Fundel. Foto: Jan Zawadil

"Wir brauchten jemanden, der den Sport versteht und den Sport in den Vereinen versteht", erklärte Thomas Bader, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Reutlinger Sportvereine (ARS), in der Geschäftsstelle der TSG. Mit der Verpflichtung der jetzt hauptamtlichen ARS-Geschäftsführerin Jutta Fundel zum 1. April habe man die richtige Person gefunden, der diese Herausforderung zugetraut werde.

Grund für das Engagement ist nicht der Unwille der Ehrenamtlichen, sich viel Arbeit aufzuladen. Vielmehr ist die Besetzung der 50- Prozent-Stelle damit zu erklären, dass viele Aufgaben nur noch mit hauptamtlichen Kräften zu bewältigen sind. Denn das Aufgabenspektrum von der Organisation der Hallenbelegung bis hin zu Gesprächen über Fördergelder hat sich zu einem beinharten Job entwickelt.

Die 46-Jährige ist laut den ARS-Verantwortlichen nicht nur die beste Wahl, sie weiß, was auf sie zukommt. Denn als ehemalige erfolgreiche Leichtathletin, mehrfache deutsche Meisterin und Staffel-Mitglied der Nationalmannschaft von 1987 bis 1989 kennt sie die Abläufe hinter den Kulissen und weiß um die Belange von Sportlern. Während die gebürtige Reutlingerin und Diplom-Sozialwissenschaftlerin lange Zeit und zuletzt als Geschäftsführerin der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein tätig war, ist sie seit Ende 2011 selbstständige Qualitätsmanagerin und Auditorin. Wobei jetzt nicht nur die Aufgabe als ARS-Geschäftsführerin hinzugekommen ist, letztlich habe sie auch die Nähe zur Familie wieder ins Schwäbische zurückgeführt. Die ARS besteht seit rund 30 Jahren und ist vor allem für die Stadtverwaltung wichtiger Ansprechpartner. Denn anstatt mit den Vereinen einzeln zu verhandeln, sind in der Arbeitsgemeinschaft derzeit 58 Reutlinger Sportvereine mit knapp 30 000 Mitgliedern organisiert. Wobei sich die ARS, so Vorsitzender Thomas Bader, als Dienstleister für die Vereine verstehe. Während sich die Arbeitsgemeinschaft nun auf professionelle Füße stellt, sei jetzt schon absehbar, dass die halbe Stelle nicht ausreicht, so Bader weiter. Umfasst das Thema Sport doch weit mehr als Spaß an der Bewegung und ist seit jeher wichtiger Faktor in der Jugendarbeit sowie zunehmend bei der Gesundheitsvorsorge.

Neben dem Alltagsgeschäft sowie der geplanten besseren Präsentation möchte die ARS darüber hinaus Reutlingen wieder zur echten Sportstadt machen. Verschiedene Events in Form von Turnieren oder ein Tag des Sports, bei dem die Vereine ihre Vielfältigkeit präsentieren, könnten für zusätzliches Leben in der Stadt sorgen. Das ist aber Zukunftsmusik. Jetzt gilt es zunächst einen Schritt nach dem anderen zu tun. Und dazu gehört auch die Suche nach geeigneten Räumen für eine ARS-Geschäftsstelle. Hier ist laut Bader eine Kooperation oder gemeinsame Belegung von Büros mit der Bürgerstiftung vorstellbar.

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