Zum Training von Notfallszenarien

Die neuen Puppen in der Reutlinger Kreisklinik sind keine Spielzeuge, sondern zum Training gedacht. Um in Notfällen richtig reagieren zu können.

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Der Frühchen-Verein spendet drei Reanimationspuppen für die Kinderklinik .  Foto: 

„Wir können die Puppen an Monitore anschließen und über die Softwaren verschiedene Szenarien programmieren“, betonte Prof. Peter Freisinger als Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Freitag bei der offiziellen Spendenübergabe.

Die drei Puppen dienen der Simulation von Notfallsituationen. Also wenn ein Kind oder Jugendlicher keine Luft mehr bekommt, wenn der Puls immer flacher wird oder womöglich das Herz ganz aussetzt. Schreckliche Momente im Krankenhaus für das Kind, für die Eltern, aber auch für das Personal. „Auch wenn solche Situationen nicht besonders häufig vorkommen, sagte Freisinger. Aber: Gerade deshalb sei es absolut notwendig, dass Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger richtig reagieren – und das kann man üben. „Solche Puppen sind besonders für die Ausbildung sehr wichtig“, sagte auch Klinik-Geschäftsführer Norbert Finke. Ermöglicht hat die Anschaffung der drei Puppen in unterschiedlichen Größen – und somit die unterschiedlichen Altersstufen von Kindern simulierend – der Frühchen-Verein Reutlingen. Vorsitzende Sabine Dörr war am Freitag in der Klinik anwesend: „Wir haben schon lange überlegt und mehrfach diskutiert, was und wie wir die Kinderklinik unterstützen können.“

Herausgekommen ist bei diesen Überlegungen ein finanzieller Betrag von 15?000 Euro, mit dem nun diese Puppen angeschafft werden konnten. „Das ist wie bei Bill Gates, der zahlt auch die Hälfte und die andere Hälfte müssen andere aufbringen“, sagte Freisinger augenzwinkernd. „Besonders auf der Kinderintensivstation haben wir immer wieder mit Reanimation zu tun“, betonte Dr. Hans-Christoph Schneider. Durch neue Leitlinien bei der Kinderreanimation sei es enorm wichtig, die Notfälle immer wieder zu üben und damit eine Vielfalt an Szenarien zu trainieren –„von denen die Mitarbeiter hier vorher nicht wissen, was auf sie zukommt“, so der Leitende Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Je nachdem, welches Schreckensszenario in die Puppen einprogrammiert wurde, sollte das Personal die richtigen Entscheidungen treffen und damit die lebensrettenden Maßnahmen ergreifen.

Mit entscheidend sei zudem „das Teamtraining und die Kommunikation zwischen den Helfenden“, so Schneider. Und – ja, es gebe auch Reanimationstraining für Eltern. Wenn das sinnvoll erscheint.

Es habe im Übrigen an der Klinik auch bislang schon solche Puppen gegeben – durch die vielen Übungen, seien die aber schon ziemlich lädiert, betonte Hans-Christoph Schneider. Und auf dem neuesten Stand der Technik seien die auch nicht mehr gewesen.

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