Zum 35. Mal führen die ABC-Wochen sicher durch den Schulanfang

Gelbe Mützen und Sicherheitsdreiecke, Spannbänder, Schulwegpläne - zum Schulanfang starten die 35. "ABC-Wochen" vom 10. bis 21. September. Sicher sollen die Schulanfänger ihren Schulweg finden.

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Packen zur 35. ABC-Woche gemeinsam an (von links): Claudia Fritz, Dieter Scheffold, Eberhard Gruner, Hermann Lehleiter (Verkehrsbeauftragter des staatlichen Schulamts), Horst Vöhringer (Leiter Prävention der Polizeibehörde Reutlingen), Frank Assfalg, Carola Rieger, Karl-Heinz Kutzbach, Ute Geiser und Andreas Lehmann (beide Abteilung Kommunikation der Kreissparkasse Reutlingen). Foto: Anne Leipold

Die Gefahren, die der Straßenverkehr birgt, sind zahlreich - gerade für die Schulanfänger. Rund 2400 Kinder begeben sich in diesen Tagen erstmals auf den Schulweg, müssen Straßen überqueren, ihren Weg zwischen parkenden Autos finden.

An diesem Punkt packen die Kreisverkehrswacht Reutlingen-Münsingen, Polizei, Stadt, Landratsamt, Schulen und die Reutlinger Kreissparkasse gemeinsam an. Die ABC-Wochen "Sicher auf dem Schulweg" laufen vom 10. bis 21. September an - zum 35. Mal.

Die Sicherheit der Kinder wird hierbei groß geschrieben: Gelbe Mützen in der Stadt, gelbes Sicherheitsdreieck in Bad Urach und auf der Alb sowie 60 Spannbänder zwischen Mittelstadt und Gönningen über Hauptverkehrsstraßen, der B 312 und an Schulen soll den Autofahrern ein Zeichen für rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr sein. Appelliert wird hierbei besonders an die Eltern. Gerade diesen "müssen wir ganz klar die Gefahren aufzeigen, die Kindern auf dem Schulweg begegnen", betont Dieter Scheffold, Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht. Zwar seien viele Eltern in dem Punkt sehr engagiert, wissen Schulamtsdirektor Eberhard Gruner und Carola Rieger, Geschäftsführende Rektorin der Reutlinger Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen und Rektorin der Gerhart-Hauptmann-Schule.

Viele aber halten sich nicht an die Verkehrsregeln, das Stichwort hierzu: "Elterntaxis". Die Eltern fahren zu schnell, parken im Halteverbot, schnallen die Kinder nicht an oder haben keinen Kindersitz im Auto. Daher umfasst das "ABC-Wochen"-Paket der Kreissparkasse neben Mützen und Dreieck die acht Regeln für den Schulweg, das Faltblatt "FahRT Fair" und die Broschüre "Sicher im Straßenverkehr".

"Im Verkehr kann es nur gut gehen, wenn man gegenseitig aufeinander aufpasst", sagt Frank Assfalg, Leiter des Referats Verkehr im Führungs- und Einsatzstab der Polizeidirektion Reutlingen. Sein Appell an die Eltern lautet daher, den Schulweg intensiv einzustudieren. Einstudieren deshalb, weil Kinder Gefahren und Geschwindigkeiten nur schwer einschätzen können. Dabei helfen besonders die Schulwegpläne. Denn nicht immer sei der kürzeste Weg auch der sicherste, weiß Claudia Fritz vom Verkehrs- und Ordnungsamt des Landratsamtes. Die Zahl der Unfälle im Jahr 2011, an denen Kinder bis 13 Jahren beteiligt waren, sind zwar rückläufig, von 85 verletzten Kindern erlitten sechs schwere Verletzungen. Gerade hier aber verbergen sich Schäden, die die Kinder das Leben lange begleiten oder sogar das Leben verändern können, sagt Assfalg.

Um Unfälle zu vermeiden, wird auch von der Stadt genau hingeschaut, Unfälle mit Kindern genauestens analysiert, um Gefahrenpunkte zu entschärfen, erläutert Karl-Heinz Kutzbach, Leiter der Straßenverkehrsabteilung der Stadt Reutlingen. Nicht nachvollziehen kann er, dass viele Eltern selbst bei kurzen Strecken ihre Kinder zur Schule fahren, das bereite ihm Bauchweh.

Mit 14 Messstellen und insgesamt 75 Stunden Überwachung soll es den Rasern und Falschparkern während des Schulbeginns und -endes an den Kragen gehen, sagt Fritz. Wurden 2010 noch 600 Überschreitungen gemessen, ging die Zahl 2011 auf 480 zurück. Fritz hofft, der Trend setzt sich 2012 fort.

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