Zentrales Nadelöhr wird beseitigt

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„Der Ausbau der B 27 und die Ortsumfahrungen Endingen, Erzingen und Schömberg stehen im Vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan“, freuen sich OB Helmut Reitemann und Bürgermeister Karl-Josef Sprenger am Rande der Sitzung der Regionalverbandsversammlung in Schömberg. „Wir kämpfen seit Jahrzehnten für eine Verkehrsentlastung durch eine Verlegung der B 27 aus unseren Ortsmitten“.

„Auch der Albaufstieg durch Lichtenstein mit der Umfahrung von Engstingen ist Bestandteil des neuen BVWP“ ergänzen die Bürgermeister Peter Nußbaum  aus Lichtenstein und Mario Storz aus Engstingen. „Damit wird die Anbindung der Alb mit dem Oberzentrum Reutlingen/Tübingen entscheidet verbessert und ein zentrales Nadelöhr auf unserer Achse beseitigt.“

„Das stete Drängen hat sich gelohnt“, so Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen. „Gemeinsam mit dem Regionalverband, den Bürgermeistern und Landkreisen stehen wir hinter den Projekten im Bundesverkehrswegeplan.“

Ebenso positiv sieht Dr. Dirk Seidemann, Direktor des Regionalverbands Neckar-Alb, die im Bundesverkehrswegeplan enthaltenen Straßenbaumaßnahmen der Region: „In unserem Gutachten aus dem Jahr 2012 haben Regionalverband und IHK gemeinsam mit der Universität Köln den Beweis erbracht, dass unsere Anliegen nicht vereinzelt, sondern unter dem Aspekt der Netzwirkung betrachtet werden müssen.“

Dieses Gutachten hat die übergeordnete Bedeutung regionaler Verkehrsachsen in der Region festgestellt: Die B 27 Stuttgart – Tübingen – Balingen – Rottweil als „Nord-Süd-Achse“ mit Anbindung an die A 81, die B 312/B 313/B 464 als „Albaufstieg im Echaztal“ mit Anbindung im Norden und Süden sowie die B 463/A 81 als Ost-West-Achse mit Anbindung an die A 81.

Das nun der Bundesverkehrswegeplan die Projekte auch mit der notwendigen Finanzierung versieht, ist „ein Quantensprung für die Region“. In einem ersten Schritt müssen zum Achsenausbau nun die sich schon in der Planung und im Ausbau befindlichen Projekte zügig fertig gestellt werden. Die Nadelöhre Tübingen, Bodelshausen-Nehren und die Ortsumfahrung Lautlingen, aber auch die B 28 Tübingen-Rottenburg müssen baldmöglichst fertig gestellt werden. Die regionalen Akteure sind dabei dankbar, dass Bund, Land und Regierungspräsidium die prioritäre Bearbeitung dieser Projekte zugesagt haben.

Dr. Epp und Dr. Seidemann sehen aber noch einen Wermutstropfen: „Die Forderung nach einer zweigleisigen ‚Wendlinger Kurve’ im Zuge des Neubauprojekts Stuttgart 21 ist im BVWP bisher nicht vorgesehen. Dies wird von der Region Neckar-Alb und der Wirtschaft als unzureichend empfunden.“

Aber dieses Manko hat inzwischen der Lenkungskreises zur Neuordnung des Stuttgarter Bahnknotens auf seiner Sitzung in der letzten Aprilwoche ebenfalls erkannt. „Es ist inzwischen Konsens, dass wir die kreuzungsfreie Große Wendlinger Kurve brauchen. Nur so kann eine verlässliche Anbindung von der Zollernalbbahn über Tübingen/Reutlingen/Metzingen an den Flughafen und den Tiefbahnhof erreicht werden. Wir hoffen, dass es mit vereinter Anstrengung noch diesem Sommer gelingt, das Projekt noch in die laufenden Planungen aufzunehmen“, so Dr. Epp und Dr. Seidemann übereinstimmend.

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