Zeichen der Verbundenheit

Mit einem gut besuchten ökumenischen Gottesdienst begingen die christlichen Kirchen in Pfullingen den Jahreswechsel gemeinsam.

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Fast 500 Besucher hatten sich in der Martinskirche versammelt, um dort am Silvesterabend gemeinsam zu singen, zu beten, zu feiern. In einer beeindruckenden Lichterzeremonie an einer Menorah wurden sieben Kerzen für unterschiedliche Personengruppen entzündet. Pfarrer Hans-Martin Fetzer predigte über den Vers "Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit" und betonte, dass für Christen die Vergangenheit und die Herausforderungen der Zukunft von Jesus Christus her zu verstehen sind: Er ist der Herr über Gestern und Morgen und stellt seine Menschen heute an Aufgaben für eine menschliche Gesellschaft. Gemeinsam auftretende Chöre und Posaunenchöre aus den verschiedenen Kirchen und Dorothee Berron, die Kantorin der Martinskirche, bereicherten die Feier musikalisch. Am Ende hatten alle Besucher die Möglichkeit, ein Kärtchen mit einem Bibelwort für 2015 zu ziehen.

Ein Gottesdienst zum Jahreswechsel fand in Pfullingen jetzt zum vierten Mal statt: Das erste Mal wurde in dieser Weise zur Jahrtausendwende 1999/2000 gefeiert, daraufhin wurde beschlossen, dies alle fünf Jahre wieder so zu halten.

Ein besonderer Höhepunkt war ein Gruß des Pfullinger Bürgermeisters Rudolf Heß: Er bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit der christlichen Kirchen in Pfullingen und ihr vielfältiges Engagement in der Stadt. Zugleich verabschiedete er sich von der ökumenisch versammelten Gemeinde - freilich nicht als Bürger der Stadt und als Mitchrist, der er bleiben werde, wohl aber als amtierender Bürgermeister.

Zu diesem Abschied hatte Heß ein ganz besonderes Präsent mitgebracht. Es sei ihm ein großes Anliegen, einige der ersten Flaschen des neuen Pfullinger Weins den Kirchen zu überreichen und damit den Dank gegenüber Gott zum Ausdruck zu bringen. Die Gemeinschaft miteinander und mit Christus bei Brot und Wein bezeichnete Heß als zentrales Element des kirchlichen Lebens. Er wünschte sich, dass dieser Wein in den Kirchen zur Feier des Abendmahls verwendet werde. Mit lang anhaltendem Applaus bedankten sich die Gottesdienstbesucher für dieses besondere Zeichen der Verbundenheit.

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