Zaun für Markwasen-Schwäne

Europäische Höckerschwäne brüten erneut neben dem Seerosenteich im Sport- und Freizeitpark Markwasen. Listhof-Mitarbeiter und andere Tierfreunde haben das gefährdete Nest mit einem Zaun versehen.

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Die Listhof-Mitarbeiter (von links) Robert Schranz, Daniela Baltes und Herbert App beim Aufstellen des Schutzzauns für die Schwäne.  Foto: 

Die Stadt hatte Anfang Dezember 2013 inmitten des Schlattwiesensees eine stattliche Schwimminsel installiert, in der Hoffnung, dass das Schwanenpaar die Insel annehmen würde. Doch daraus sollte nichts werden. Die beiden Schwäne bauten ihr Nest unweit der Holzbrücke mit dem Ergebnis, dass die gelegten fünf Eier bei Nacht und Nebel spurlos verschwanden. Das Schwanenpaar ließ nicht locker, baute zwischen Rindenschrotbahn und Seerosenteich ein Nest mit schon bald fünf Eiern darin. Viele der Parkbesucher gaben den Schwänen an diesem höchst gefährdeten Platz auf Dauer abermals keine Chance und sollten Recht behalten.

Dem damaligen Listhof-Mitarbeiter Jörg Schröder ließ es keine Ruhe und er fand im Ehepaar Albrecht und Eleonore Reicherter Mitstreiter. Die kauften auf eigene Rechnung eine Rolle Maschendrahtzaun, der Listhof steuerte Holzpfosten und das nötige Kleinmaterial bei. Gemeinsam mit zehn Schülern der Eduard-Spranger-Schule und ihrer Lehrerin stellten sie um das Schwanennest herum 15 Meter Schutzzaun auf - mit freiem Zugang zur Wasserfläche hin. Die zwei geschlüpften Jungen wurden fortan zu den Lieblingen der zahlreichen Parkbesucher.

In diesem Jahr nun bauten die selben Europäischen Höckerschwäne ihr Nest an der vor drei Jahren genutzten Stelle neben dem Seerosenteich. Am Palmsonntag begann die Schwanenfrau mit dem Brutgeschäft, acht Tage danach lagen fünf stattliche Eier im Nest. Von irgendwelchen Unverbesserlichen aus nächster Nähe gestört, war das Gelege immer wieder mal verlassen. Dem Listhof gemeldet, machten sich von dort aus die Mitarbeiter Daniela Baltes, Robert Schanz und Herbert App am vergangenen Donnerstagmorgen auf den Weg, mit Reicherters Zaun samt Zubehör im Gepäck. Von zwei Seiten her installierten sie jeweils sechs Meter Maschendrahtzaun mit freiem Zugang zum Wasser hin und schützten damit das dazwischen liegende Nest. So, als spürte die brütende Schwanenfrau, dass ihnen das Listhof-Trio nur Gutes wollte, setzte sie ihr Brutgeschäft völlig unaufgeregt fort.

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