Wieherndes Weltkulturerbe

Am Donnerstag um 19 Uhr wird im Naturkundemuseum eine Sonderausstellung zum Thema "Pferde" eröffnet. Bis 25. Oktober sind dort 80 großformatige Fotografien von Yann Arthus-Bertrand zu sehen.

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Am Donnerstag um 19 Uhr wird im Naturkundemuseum eine Sonderausstellung zum Thema „Pferde“ eröffnet. Bis 25. Oktober sind dort 80 großformatige Fotografien von Yann Arthus-Bertrand zu sehen.

RALPH BAUSINGER

Reutlingen. Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, sagt ein Sprichwort. Für den französischen Filmer und Fotografen Yann Arthus-Bertrand, der mit dem von der Unesco unterstützten Streifen „Die Erde von oben“ weltbekannt geworden ist, besteht es wohl eher darin, Pferde zu fotografieren, ihren Charakter festzuhalten, ihrem Wesen gerecht zu werden. In den vergangenen 15 Jahren sind so hunderte intensive und poetische Aufnahmen entstanden, von denen 80 im Naturkundemuseum zu sehen sind. Als übergreifendes Element findet sich auf den Fotografien eine braune Plane im Hintergrund, um die Anmutung einer Studiofotografie zu bewahren. Entstanden sind Aufnahmen voller Dynamik und Ästhetik.

Viele Fotografien zeigen die Beziehung des Menschen zum Pferd – und umgekehrt. Von der afrikanischen Savanne über die sibirische Taiga bis zu den Höhen des Himalaya. Dort, wo der Mensch sich ausgebreitet hat, hat ihn das Pferd begleitet. So entwickelten sich innerhalb weniger Jahrtausende hunderte unterschiedliche Pferderassen, aber auch Esel und Maultiere. Der Mensch habe, schreibt Bertrand, eine „große Vielfalt von Rassen gezüchtet, um seine Träume zu erfüllen und die Pferde in die Lage zu versetzen, seinen Bedürfnissen und Wünschen gerecht zu werden: Krieg, Jagd, Transport, Landwirtschaft, Sport, Freizeit“. So haben die Pferde, wie Naturkundemuseumsleiterin Dr. Barbara Karwatzki sagte, einen „Fußabdruck in der Geschichte der Völker hinterlassen“. Sie sind ein „wieherndes Kulturerbe“ , um den Titel der Einführungsrede der Marbacher Gestütsleiterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck zu verwenden.

Die sehenswerte Schau im dritten und vierten Obergeschoss des Naturkundemuseums ist, wie Barbara Karwatzki ausführt, in elf Stationen untergliedert. Neben den Erdteilen und verschiedenen Regionen sind Fotografien auch „Kutsch- und Allzweckpferden, Ponys und kleinen Pferden“ sowie „Esel und Maultieren“ gewidmet – schließlich liebt Bertrand, wie er selbst sagt, „Esel über alles“.

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