Wie geht’s denn jetzt weiter?

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Nach den Ausführungen von Rektor Lothar Richter im Betzinger Bezirksgemeinderat läuft bei der Sanierung der Hoffmann-Gemeinschaftsschule einiges nicht so, wie es sein sollte.  Foto: 

Offene Fragen zum Schulumbau“ standen vergangene Woche auf der Tagesordnung des  Bezirksgemeinderats. Dabei beschwerte sich Lothar Richter (SPD) als Ratsmitglied und Rektor der Friedrich-Hoffmann-Gemeinschaftsschule nicht über die nun alsbald abgeschlossene Formaldehyd-Sanierung der Gebäudeteile – sehr wohl aber über die damit verbundene fehlende Sanierung weiterer Schulbestandteile. „Am 12. Dezember wird die Sanierung abgeschlossen sein“, bestätigte zunächst Katja Büchel als Leiterin des Gebäudemanagements der Stadt.

Anstatt die Schule zusammen mit der Schadstoffsanierung energetisch ebenfalls aufzurüsten, sei in dieser Richtung nichts erfolgt, führte Richter weiter aus. Alte Rollläden, alte Fenster, alte Toiletten – „das ist doch Flickschusterei, wie soll das denn jetzt weitergehen“, fragte der Schulleiter. Der Musiksaal sei immer noch nicht bezugsfertig, die Schulsozialarbeit könne nicht in ihren Raum einziehen, Handwerker seien immer noch im Haus. „Und ich stehe jetzt mit einer Baustelle ohne Bauleiter da, weil der bisherige in Rente gegangen ist.“

Bezirksbürgermeister Thomas Keck stellte klar, dass Katja Büchel „nichts für den ganzen Mist kann“ – weil sie ja erst wenige Wochen im Dienst sei. Sie versprach dennoch, dass „während der Sommerferien die Toiletten und die Fenster ausgetauscht werden“. Nur: Welches Fenster wo gewechselt werde – „das kann ich jetzt noch nicht sagen.“

Zudem steht noch an der Schule der Brandschutz im alten Gebäude an: „Womöglich wird das Anfang 2019 gemacht“. Was dann noch fehle? Ein Neubau für die Fachräume an der Gemeinschaftsschule. Das sei „bereits untersucht worden und soll umgesetzt werden“, betonte die Amtsleiterin. Nur – wann? Im jetzigen Haushalt der Stadt Reutlingen stehen laut Keck keine Mittel drin, weder für die Toiletten noch für Fenster und Neubau auch nicht.

„Wir müssten aber zumindest die Planung unbedingt im kommenden Jahr machen“, forderte Hagen Kluck (FDP). Ansonsten könne im Jahr 2019 weder die Sanierung noch der Neubau angegangen werden.

„Wir sind angetreten, um den Schulstandort Betzingen nicht nur zu erhalten, sondern auch aufzuwerten“, sagte der Bezirksbürgermeister. Was jetzt im Moment da passiere, gehe aber gar nicht. Und dann noch die Container, „die uns 2015 vor die Nase gesetzt wurden, seit einem Jahr sind die Schüler schon wieder ausgezogen“, so Richter. Ganz zu schweigen von den sommerlichen Temperaturen von 42 Grad innerhalb der Container, die erst sehr spät durch den Einbau einer Klimaanlage erträglicher wurden.

Doch es gab am Mittwochabend im Bezirksgemeinderat auch noch andere Dinge zu beraten. Wie zum Beispiel die Frage, ob denn nun in Betzingen Rattenbefall drohe. Ein Neubürger habe auf der Jurastraße ein totes Tier gefunden und befürchte laut Keck nun Zustände wie in Berlin. Nein, sagte der Bezirksbürgermeister, von verstärkt auftretenden Rattenbeständen wisse er nichts. Und die tote Ratte könne noch von der letzten Bekämpfung im städtischen Untergrund von Mitte Oktober stammen. Oder von einem der zahlreichen Giftköder, die Privatleute auslegen würden. Möglicherweise könnten aber Bürger tatsächlich Ratten anlocken, „mit zu früh rausgestellten Gelben Säcken, in denen vielleicht fälschlicherweise Essensreste drin waren“, sagte  Keck. Oder manche Personen würden gar Fleisch oder Wurstreste auf den Kompost geben, „das lockt natürlich Wanderratten an“.

Und dann noch der Parkplatz beim Sportplatz „Im Auchtert“: „Für eine grundlegende Sanierung sind keine Mittel im Haushalt“, sagte Keck. In die Löcher auf dem Parkplatz sei „Mist“ gefüllt worden, „völlig inadäquat“, so der Ortsvorsteher. „Das ist das gleiche Material wie beim Scheibengipfelparkplatz“, merkte Hagen Kluck an. „Das Zeug hält nur drei Tage.“ Dass der Scheibengipfel nichts mit Betzingen zu tun habe, ignorierte Kluck. „Das Amt für Tiefbau ärgert nicht nur die Betzinger“, sagte er.

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