Wie geht Heilen ohne Nebenwirkungen?

Über die Möglichkeiten des modernen Gesundheitswesens aufzuklären - das ist das Ziel, das sich das Eninger Gesundheitsforum gestellt hat.

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In zwei Vorträgen konnten sich Interessierte über eine Heilmethode informieren, die zur Selbsthilfe gut geeignet ist. In ihrer Praxis in der Metzinger Straße 4 gab die Heilpraktikerin Ute Kohfink-Traugott einen Einblick in die Anwendung der Homöopathie. Unter dem Eindruck der oft drastischen Methoden der Medizin seiner Zeit, zur Wende des 18. zum 19. Jahrhundert, suchte der Arzt Dr. Samuel Hahnemann nach einer Alternative. Er entdeckte dabei das Ähnlichkeitsprinzip. Das heißt Stoffe, die bei Gesunden entsprechende Krankheitssymptome auslösten, konnten bei Kranken heilend wirken. Er setzte diese Stoffe in unterschiedlichen Stufen der Verdünnung ein.

Doch was macht die Homöopathie in den Zeiten moderner Medizin interessant? Sie ist eine ganzheitliche Methode, um die Selbstheilungskräfte anzuregen, die selbst für Kinder, Schwangere und Stillende unbedenklich ist. Die sofortige Einnahme eines homöopathischen Mittels kann beginnende akute Krankheitsprozesse frühzeitig abfangen. Was gehört nun in eine homöopathische Hausapotheke? Eines der Mittel ist bereits vielen bekannt: Arnica hilft bei Bluterguss, Prellungen, Verstauchungen und Muskelkater.

Wie aber findet man sich in der Homöopathie zurecht? Anhand der fünf W-Fragen kann man sich selbst mit jedem gängigen Ratgeber helfen: Was für Symptome bestehen und seit wann? Was hat die Beschwerden möglicherweise ausgelöst? Wo sind sie? Wie sind sie und wodurch verbessern oder verschlechtern sie sich? Ein weiteres Kriterium sind "eigentümliche Symptome", beispielsweise, wenn man trotz Kälteempfindens im Winter das Fenster öffnet, weil man frische Luft braucht. Bei anhaltenden Beschwerden sollte man jedoch auf jeden Fall einen Heilpraktiker oder Arzt aufsuchen.

Immer gerüstet ist man mit einer Taschenapotheke mit Globuli in Glasröhrchen. Nicht nur im Urlaub sind die Mittel so bei einem Notfall immer griffbereit.

Ute Kohfink-Traugott, kennt sich in Homöopathie aus und wendet diese in ihrer Praxis erfolgreich an. Eine schwere Amalgamvergiftung brachte sie 1992 zu alternativen Heilmethoden. In ihrer Praxis in Eningen bietet sie eine ganzheitliche Herangehensweise, sie nutzt die Kinesiologie als Diagnose- und Therapieverfahren, ihre Methoden reichen jedoch von Ernährungsberatung über Störfelddiagnostik, Orthomolekulare Medizin und Breußmassage bis zu systemischem Familienstellen, um nur einige ihrer Angebote zu nennen. So ist es ihr möglich, sich individuell auf die Ratsuchenden einzustellen.

Ein weiterer Vortrag ist bereits für das Frühjahr 2016 in Planung. Auf Nachfrage von Interessierten des Gesundheitsforums wird "Japanisches Heilströmen - Jin Shin Jyutsu" voraussichtlich das nächste Thema sein. Das Eninger Gesundheitsforum vernetzt mehr als 70 Anbieter aus dem Bereich des Gesundheitswesens im Landkreis Reutlingen. Der gemeinnützige Verein organisiert Vorträge und Informationsveranstaltungen, bietet Beratung an und unterstützt Projekte.

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