Wie es weitergehen soll

Eine geballte Flut an Wissenswertem erwartete gestern die Lichtensteiner beim "Bürger-Informationsforum Albaufstieg". Im Dialog und mit 20 Schautafeln bereiteten sie sich auf die Aussprache am Abend vor.

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  • Selbstverständlich mit von der Partie waren Gerd Rech und Hans Gerstenmaier von der Bürgerinitiative. Fotos: Herdin 1/2
    Selbstverständlich mit von der Partie waren Gerd Rech und Hans Gerstenmaier von der Bürgerinitiative. Fotos: Herdin
  • Günter Lumpp vom Regierungspräsidium erläutert Fragen des Wasserschutzes. 2/2
    Günter Lumpp vom Regierungspräsidium erläutert Fragen des Wasserschutzes.
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Die Straße soll endlich kommen, fordern nicht nur die betroffenen Bürger. Der Schnellstraße B 28 von Metzingen nach Reutlingen wird 2017 der Reutlinger Scheibengipfeltunnel folgen, den Ursulabergtunnel als Pfullinger Ortsumgehung (B312) gibt es bereits. Nur der Albaufstieg zwischen dem Pfullinger Süden und der Engstinger Alb liegt seit vier Jahrzehnten auf Eis.

Die betroffenen Bürger wollen nicht länger warten - bevölkerten gestern schon kurz nach 15 Uhr die Lichtensteinhalle. Bis in wenigen Wochen will der Lichtensteiner Gemeinderat darüber entscheiden, mit welchem - vorläufigen - Trassenvorschlag Lichtenstein ins Rennen um den "vordringlichen Bedarf" in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden soll.

Und nicht mehr und nicht weniger als die allumfassende Information der Bürger über das umstrittene, aber auch lang ersehnte Projekt eines Straßenalbaufstiegs im Bereich Lichtenstein stand ab 15 Uhr auf dem Programm. Gemeinderat und Rathaus waren dabei schon im Vorfeld auf eine größtmögliche Beteiligung der Bürgerschaft aus.

Bis in den späten Abend ging es beispielsweise um die aktuelle Lärmsituation rechts und links der Bundesstraße 312 in Unterhausen und in Honau. Bis zu 20 000 Fahrzeuge täglich, davon viele Lastwagen, haben die Menschen dort zu ertragen. Auch die Trinkwasservorkommen sind ein wichtiger Punkt. Müsste doch bei zwei von sechs Trassenvarianten vermutlich eine Ersatzwasserversorgung her.

Und natürlich ging es unausweichlich und gleichermaßen notwendigerweise um die Erörterung der Belange des Umwelt-und Naturschutzes in den möglicherweise betroffenen Gebieten westlich und östlich um das Echaztal herum. Und noch sind sechs Trassenvorschläge im Rennen. Deutlich über 100 Millionen Euro dürfte die kostengünstigste Variante kosten, doch welche soll - und darf - es denn schlussendlich sein?

All das wurde gestern auf rund 20 Schautafeln verdichtet thematisiert. Dabei es gab fünf Themenschwerpunkte bei dieser Premiere, moderiert von Experten, die sich zusammen mit dem federführenden Ingenieurbüro Langenbach GmbH aus Sigmaringen schon seit Monaten auf den gestrigen Tag vorbereitet hatten.

Und die Betroffenen haben weiterhin im Ohr, was ihnen der damalige Bundesverkehrsminister Volker Hauff schon zu Beginn der 80-er Jahre versichert hatte - und was Bürgermeister Lichtensteins Bürgermeister Peter Nußbaum auch ganz an den Anfang seiner Ausführungen stellte: Der Albaufstieg sei Teil eines notwendigen und schlüssigen verkehrspolitischen Gesamtkonzepts in der Region. Lichtenstein befindet sich im aktuellen Landesentwicklungsplans auf einer Hauptachse.

Ein ausführliche Bericht über das Bürgerinformations-Forum in der Lichtensteinhalle folgt.

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