Weg mit dem Schotter

1,8 Millionen Euro innerhalb von 45 Minuten ausgeben? So was schafft der Pfullinger Gemeinderat locker. Doch das Geld wird sinnvoll investiert.

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Schotter wohin das Auge blickt - das soll sich ändern. Der DRK-Parkplatz bekommt eine Tragdeckschicht. Foto: Evelyn Rupprecht

Sechs Tagesordnungspunkte - sechs kaum aufzuschiebende Arbeitsvergaben und Ausschreibungen. So muss auf dem Areal der Laiblinschule das Blockheizkraftwerk-Modul erneuert werden. Die Generalüberholung übernimmt die Comuna-Metall aus Herford für 96 500 Euro. 55 000 Euro wird wohl die Fortsetzung der Sanierung des Gehwegs an der Kaiserstraße kosten. Die Arbeiten, so hats der Gemeinderat beschlossen, sollen jetzt ausgeschrieben, die Sanierung im Sommer angegangen werden. Ausgeschrieben werden jetzt auch die Erneuerung der Versorgungsleitungen und der Beläge an der Benz- und der Richard-Silber-Straße. Kostenpunkt insgesamt: fast 550 000 Euro. Und auch Gehweg- und Fahrbahnbelag in der Schulstraße müssen dringend saniert werden. Gut 310 000 Euro wird die Stadt für den Belag zahlen müssen, mit 180 000 Euro Kosten für die Gas- und Wasserleitungen wird der Haushalt der Stadtwerke belastet. Und weil die TV-Kanalbefahrungen, um den Sanierungsbedarf zu erforschen, auch 2014 fortgesetzt werden, rechnet die Verwaltung mit Ausgaben in Höhe von 120 000 Euro für die TV-Aufnahmen und 420 000 Euro für die Sanierung.

Die Ausgabe, die bei den Pfullingern indes auf die größte Erleichterung stoßen dürfte, betrifft den Parkplatzbereich in der Schlossstraße direkt am Gebäude von DRK und Bergwacht. Nachdem hier ein Regenüberlaufbecken gebaut worden war, ist die Fläche nur notdürftig mit Schotter eingeebnet worden. Eine Tatsache, die in Pfullingen - nachdem die Arbeiten am RÜB schon eine halbe Ewigkeit gedauert haben -- für Missstimmung gesorgt hat. "Die Renovierung ist längst überfällig", mahnte auch Hilmar Taigel (FWV) an. Damit noch in diesem Sommer eine Tragdeckschicht auf die Fläche kommen kann, hat der Gemeinderat 180 000 Euro genehmigt.

Die 1,8 Millionen Euro, die der Gemeinderat am Dienstag "ausgegeben" hat, sieht Bürgermeister Rudolf Heß übrigens auch als Förderung der örtlichen Wirtschaft.

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