Was sich Jugendliche wünschen

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Ralph Bausinger.  Foto: 

Der Mensch an sich ist ja neugierig und möchte wissen, was die Zukunft bringt und welche Wünsche seine Mitmenschen bewegt. Was liegt da näher, als eine Umfrage zu machen?

Das hat sich auch die Stadt Reutlingen gedacht und sich deshalb Ende vergangenen Jahres in einer Online-Befragung gezielt an Jugendliche gewandt: „Freizeitangebote in Reutlingen – so sollen sie sein! war die Befragung überschrieben, deren Ergebnisse Ulrich Schubert, stellvertretender Leiter des Amtes für Schulen, Jugend und Sport, diese Woche im Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss vorstellte. Die Jugendlichen konnten mit ihren Smartphones einen QR-Code scannen und dabei auftauchende Frage beantworten. Die Beteiligung war allerdings enttäuschend, von 9000 aufgerufenen Jungen und Mädchen hatten gerade einmal 290 mitgemacht – Gymnasiasten, Realschüler und Studierende waren überproportional stark vertreten.

Bei einer Beteiligungsquote von 3,2 Prozent kann von einer repräsentativen Basis keine Rede sein. Zum Vergleich: Bei früheren Umfragen lag die Resonanz mit 1764 (2012) und 1484 (2014) Teilnehmern wesentlich höher. Auf dieser Grundlage lassen auch keine allgemeingültigen Aussagen darüber treffen, was sich die „Reutlinger Jugend“ wünscht. Immerhin könne man, so Schubert, bei mehreren gleichlautenden Antworten auf einen Trend schließen.

Auf die Frage nach den Freizeitvorlieben landen Musik hören , Freunde treffen und Internet auf den Plätzen eins bis drei, am Ende der Rangliste finden sich Familie, Zocken und Shoppen. Am liebsten halten sich Jugendliche mit weitem Abstand in Parks und Plätzen auf, gefolgt von Kneipen und Bars sowie  Festivals. Das franz.K, Sportvereine und Discos sind ebenfalls Orte, die Jugendliche anziehen. Auf den hinteren Plätzen liegen Jugendtreffs, Mädchencafés, Jugendclubs und die Jugendart.

93 Prozent der 290 Befragten geben an, dass sie bereit sind, sich zu engagieren. Und immerhin 55 Prozent fühlen ihre Anliegen durch den Jugendgemeinderat gut vertreten. Dennoch stehen auf dem Wunschzettel mehr spannende jugendkulturelle Angebote, bessere Fahrradwege und Busverbindungen und ein Reutlinger Nachtleben auch für junge Leute. Nicht zu vergessen das „Dauerthema Freies WLAN in der ganzen Stadt“. Wer weiß, vlelleicht machen dann mehr Jugendliche beim nächsten Online-Voting mit.

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