Wandel und Neubeginn

Ein Theatergottesdienst mit Tradition: 15 Jugendliche führten am Karfreitagabend „Jesus Ver-rückt“ unter der Regie von Mirjam Held in der Jubilatekirche Orschel-Hagen auf. 400 Gläubige waren dabei.

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Szene aus dem Leben des Jesus von Nazareth, dargestellt von Anna Föll.  Foto: 

Der Himmel kommt auf die Erde, das Unterste wird nach oben gekehrt: Jesus verrückt die Dinge der Welt, er verrückt die Maßstäbe, die wir uns gesetzt haben und er ist immer wieder für Überraschungen gut.

In der Tradition der Christen steht Ostern für den Sieg des Lebens über den Tod, für Wandel und Neubeginn. Pfarrerin Annette Denneler macht in ihren Eingangsworten deutlich, worum es bei dem Theaterstück, das sich in seiner Handlung dem Ablauf des Lukas-Evangeliums anlehnt, geht: die elf jungen Darsteller/innen und vier Sprecherinnen wollen den gut 400 Gottesdienstbesuchern die Leidensgeschichte Jesu nahebringen, der sich in seinem Wirken den Außenseitern der Gesellschaft, den Armen, Kranken und Unterdrückten, zugewendet hat.

Von der Krippenszene, die als Schattenspiel dargestellt wird, über Jesus' Wirken in Galiläa, seine Streitgespräche mit Gelehrten, den Einzug nach Jerusalem bis zum Verrat durch Judas, Abendmahl, Verhaftung, Verleugnung durch Petrus und Kreuzigung bringen die Jugendlichen das Leben Jesu ohne Worte auf die Bühne. Sprachlich begleitet und kommentiert werden die Bühnenszenen von den vier im Kirchenraum auf Leitern stehenden Sprecherinnen Katharina Koch, Jana Heißwolf, Paula Denneler und Antonia Denneler.

In Szene gesetzt wird das knapp einstündige Stück von elf Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren aus der Jubilategemeinde, von denen alle außer Jesus (Anna Föll) mehrere Rollen spielen.

Beeindruckend das Bühnenbild von Sigi Heißwolf mit einer von schwarzen Stoffbahnen eingerahmten Leinwand, die fantasievollen Kostümideen von Anke Thomas und die eindringliche Klavierbegleitung von Sarah Obergfell. Auch das Zusammenspiel von Schattenspiel, aus dem Dunkeln eingesprochenen Dialogen und Kommentaren sowie realen Schauspielszenen klappt für ein Schülerensemble hervorragend.

Musikalisch untermalt und optisch begleitet wird das pantomimisch dargestellte Leiden und Sterben Jesu von Sängerinnen und Sängern des Jubilate-Projekt-Chors.

Ergreifend auch das Ende dieses besonderen Theatergottesdienstes, als der Chor und alle Darsteller die Besucher beim Kirchenausgang singend verabschieden und ein schönes Osterfest wünschen.

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