Von London ins Salzkammergut

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Im „Weißen Rössl“ geht’s rund: Isabel Neumann, die die Josepha spielt, sowie Matthias Maier (als Leopold und Dr. Siedler) werden vom Hotelpersonal umtanzt.  Foto: 

Ausverkauft waren die 2013 und 2014 aufgeführten Konzerte des Gesangvereins, als man „My Fair Lady“ und die Operette „Im Weißen Rössl“ gab. Grund genug, zu den Highlights von damals noch einmal einzuladen. Dazu gab es noch den jungen Chor „Music and more“ zu hören und zu sehen, der im Outfit des schwedischen Quartetts ABBA in den 70-er Jahren die Bühne betrat – und einige der Hits von damals sang.

„Ein Abend über die Liebe“ war das Motto des Konzerts in der HAP-Grieshaber-Halle, das gleichzeitig das 184. Stiftungsfest des Gesangvereins Eningen war. Und in der Liebe gibt es jede Menge Verwirrungen und Verirrungen, jedenfalls bei „My Fair Lady“ und dem Operetten-Klassiker, der im „Weißen Rössl“ am Wolfgangsee spielt.

Gut aufgelegt und mit den hervorragenden Gesangsstimmen von Isabel und Sabrina Neumann sowie Matthias Maier gingen die turbulenten Szenen aus beiden Stücken mit viel Witz und Verve über die Bühne. An Maier war es, den Freddy  („My Fair Lady“) und den liebestollen Dr. Siedler und den Leopold aus dem Salzkammergut zu singen.

Doch was wäre das alles ohne gute Chöre? Unter der souveränen Leitung von Brigitte Neumann sangen der Männer- und der Frauenchor. Sie verstärkten so auf harmonische und stimmungsvolle Weise die Stimmen der Akteure auf der Bühne. Am Flügel begleitete an dem Abend Natalie Schäfer den Gesang, am Schlagzeug saß Friedemann Rupp, und Christian Hirschmann zupfte am Bass.

Das Publikum war natürlich auch deshalb begeistert, weil die größten Gassenhauer des Musicals und der Operette gesungen wurden, hinzu gab es im dritten Teil ABBA-Hits von „Music and more“. Und so galt „Thank you for the Music“ durchaus auch für die Besucher, die immer wieder bei allen drei Themen des Abends mitklatschten.

Blumenmädchen tanzten auf der Bühne, allesamt waren es Tänzerinnen von „BewegGrund“ aus München, die immer wieder für anmutige und akrobatische Action sorgten. Nicht zu vergessen die kleinen Achalmfinken des Gesangvereins Eningen, die die Josepha einrahmten beim Operettenhit übers Salzkammergut, denn „Da kann mer scho lustig sein“. Überaus lustig war es auch, zuzuhören, wie der  Sprachwissenschaftler Prof. Henry Higgins, toll gespielt und gesungen von Alexander Rabe, versuchte, der Eliza (Sabrina Neumann) ihren Unterschichten-Dialekt mit skurrilen Sprechübungen  abzugewöhnen.

Doch was waren denn das für „Misstöne“? Die Herren Dolittle, Jamie und Harrie sangen gemeinsam – aber so richtig schief. Nein, gut singen können die Herren sehr wohl. Doch in dieser Szene galt es, Typen darzustellen, die zuvor schon recht lange in der Kneipe gesessen hatten. „Die ganze Welt ist himmelblau“: Auch wenn es über dem Wolfgangsee hier und da den berühmten Schnürlregen gibt:  Das beeindruckende Konzert jedenfalls konnte am Samstagabend kein Wölkchen trüben – und der Applaus war entsprechend anhaltend.

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