Von der Ritterburg zur Wellenrutsche

Klasse statt Masse: Nach diesem Credo verfolgt die Gemeinde die Umgestaltung der Spielplatzlandschaft. Teil davon ist der Spielplatz Sulz.

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Im Jahr 2014 hat der Arbeitskreis Spielplatzleitplanung die Eninger zu den örtlichen Spielplätzen befragt und ihre Antworten ausgewertet. Die Rückmeldungen fanden Eingang in eine Empfehlung, die der Arbeitskreis der Gemeindeverwaltung mit auf den Weg gab: Statt an sämtlichen Spielplätzen festzuhalten, so der Vorschlag, sollte man die Kräfte besser auf einige ausgewählte konzentrieren.

Den Spielplatz Sulz identifizierte der Arbeitskreis als einen solchen. Um ihn zu einem Vorzeigespielplatz auszubauen, organisierte die Gemeinde diesen Sommer einen Ideenwettbewerb. Gewonnen hatte ihn das Grafenberger Planungsbüro Sigmund. Zwischenzeitlich hat es den Entwurf weiter konkretisiert, freilich ohne die Leitidee aufzugeben: "Spielen zwischen Achalm und Geißberg".

Das Spielplatzareal nutzt, so das Konzept, die vorhandene Topographie um eine Phantasiewelt entstehen zu lassen: Bestückt mit einer Ritterburg auf der Achalm und mannigfaltigen Klettermöglichkeiten, über Wasserspiele im Eninger Tal, bis hin zu einer großen Wellenrutsche, die ihren Einstieg auf dem Geißberg hat. Aufgeteilt in verschiedene Bereiche, soll der Platz Kindern jeglichen Alters geeignete Spielmöglichkeiten bieten und ihre Phantasie und Kreativität anregen. Sämtliche Spielgeräte werden aus Robinienkernholz gefertigt sein. Der Platz soll zudem Geheimwege, einen Burghof samt Seilbrücke, wie auch einen Ganzkörpertrainer im Zwinger bieten - und damit auch für Erwachsene die Gelegenheit, außer Puste zu kommen. Sie, wie sämtliche Generationen, sind eingeladen, den naturnahen Abenteuerspielplatz künftig als Treffpunkt zu nutzen. Zahlreiche Sitzgelegenheiten bürgen dafür.

Vielstimmig wurde das Spielplatzkonzept gelobt. Insbesondere die Naturbelassenheit, der regionale Bezug aber auch die Funktion des Platzes als generationsübergreifender Treffpunkt, fand teils begeisterten Anklang im Rat. Ebenfalls gern hörten die Räte die Botschaft von Ortsbaumeister Rainer Klett, wonach sich die Kosten für den Platz im anvisierten Kostenrahmen von 240 000 Euro bewegen. Lediglich eine Sitzbank musste aus Kostengründen gestrichen werden. Gespannt, ob es bei einer Sitzbank bleiben wird, ist indes Cliff Werz (CDU).

Für Annegret Romer (GAL) steht die vorgelegte Entwurfsplanung nicht nur für ein gelungenes Spielplatzkonzept, sondern vielmehr auch stellvertretend für eine gelungene Bürgerbeteiligung. Sie wertet den Leuchtturm-Spielplatz auch als beispielgebend in diesem Sinne. Sie würde gerne mehr davon sehen. Bürgermeister Alexander Schweizer versprach's ihr in die Hand: "Wir werden die Bürger einbeziehen, wo immer es möglich ist."

Einstimmig erteilte der Rat dem Vorhaben grünes Licht. Damit ist das Grafenberger Büro damit beauftragt, die Ausführungsplanung zu entwickeln und die anstehenden Leistungsphasen zu schultern. Um sie zu finanzieren, willigte der Rat schon jetzt ein, Mittel in Höhe von 240 000 Euro in den Haushalt 2016 einzustellen. Mit der Fertigstellung rechnet Schweizer im Juli 2016.

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