Vogelfreunde zählten fleißig

Das Ergebnis der bundesweiten "Stunde der Wintervögel", eine zum fünften Mal durchgeführte Aktion des Naturschutzbundes (Nabu), liegt jetzt vor. Auch im Kreis liegt der Haussperling an erster Stelle.

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Wer fliegt denn da alles im Winter ans Vogel-Futterhäuschen und wer hält sich im Garten oder Park auf? Welche Vogelarten sind häufiger zu sehen und welche selten? Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hatte dazu aufgerufen, zwischen dem 9. und 11. Januar an der mittlerweile vierten "Stunde der Wintervögel" teilzunehmen. In einer beliebigen Stunde sollte man Meisen, Sperlinge, Amseln und Co. zählen, notieren und dem Nabu melden.

Jetzt hat der Nabu-Bundesverband die an ihn gemeldeten Beobachtungen ausgewertet. Dabei ist festzustellen, dass das Interesse an der Teilnahme im Vergleich zum Vorjahr bundesweit leicht zugenommen hat. Waren es im Vorjahr 74 706 Mitmacher, die es in 51 995 Gärten und Parks auf insgesamt 1 972 806 Vögel gebracht hatten, waren es diesmal sogar 77 010 Vogelfreunde, die in 52 892 Gärten und Parks 2 080 882 Vögel registriert haben. Ganz vorne steht, wenig verwunderlich, der Haussperling oder Spatz, von dem 316 413 Individuen gezählt wurden. Dahinter die Kohlmeise mit 260 005 Exemplaren. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen der Feldsperling mit 210 657, die Blaumeise mit 193 992 und die Amsel mit 190 836 Sichtungen. Es waren insgesamt 163 verschiedene Vogelarten. Unter den von 7308 Mitmachern in 4980 Gärten und Parks in Baden-Württemberg registrierten 193 806 Vögeln aus 107 verschiedenen Arten liegt der Haussperling (31 898) vor der Kohlmeise (24 366), der Blaumeise (18 715), der Amsel (16 460) und dem Feldsperling (16 173) auf Platz eins.

Für den Kreis Reutlingen ergab die Gesamtauswertung 142 einstündige Beobachtungen und damit 22 mehr als bei der "Stunde der Wintervögel" im Januar 2014. 221 Vogelfreunde, die sich an der Aktion beteiligten, konnten dem Nabu 500 Vögel melden. Das Ergebnis sieht auch bei uns den Haussperling mit 930 Exemplaren an der Spitze, vor der Kohlmeise mit 755 und der Blaumeise mit 700. Der Feldsperling mit 541, die Amsel mit 468, der Buchfink mit 410, der Grünfink mit 217, die Elster mit 196, die Rabenkrähe mit 179 und das Rotkehlchen mit 130 gesichteten Exemplaren schafften es ebenfalls unter die "Top Ten". Unter den insgesamt 59 verschiedenen Arten waren auch je einen Habicht (Vogel des Jahres 2015), ein Rotmilan und Zwergtaucher sowie je eine Schnatterente, Heckenbraunelle und Wasseramsel.

Bemerkenswert, dass sowohl bundesweit, als auch in Baden-Württemberg und bei uns unter den zehn häufigsten Vogelarten die gleichen zehn Vertreter auftauchen. Mit geringfügigen Abweichungen in der Reihenfolge nur bei Feldsperling, Amsel und Blaumeise.

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