Vier Klassiker von Schiller erfolgreich in einem modernen Stück verpackt

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Er hat die Tochter eines reichen Bankiers entjungfert!“, liest Franz Moor seinem bestürzten Vater Maximilian, Graf von Moor, aus einem gefälschten Brief vor, um die Intrige gegen seinen verhassten Bruder Karl zu beginnen. Eine Szene aus Friedrich Schillers „Die Räuber“. Dieses Werk ist eines der vier „Schnipsel“ des Theaterstücks. Die anderen sind „Wilhelm Tell“, „Maria Stuart“ und „Kabale und Liebe“.

Die Klassiker, die wohl jedem mehr oder weniger ein Begriff sind, wurden in 19 Szenen zusammengefasst und auf die Bühne gebracht. Über 50 Personen waren an der Aufführung beteiligt. Kostüme, Bühnenbild, Licht- und Tontechnik, alles hat die Theater-AG, unter der Leitung von Sabine Laage, Sandra Lukaszevic und Eckhard Wurm, dabei selbst auf die Beine gestellt. Es ist bereits das 40. Stück unter dieser Leitung. Obwohl Wurm längst kein Lehrer mehr am IKG ist, wird er jedes Jahr für die Theater-AG „reaktiviert“. Mittlerweile ist er seit über 30 Jahren dabei.

Während der fünftägigen Theaterfreizeit auf der Schwäbischen Alb im Meßstettener Teilort Tieringen wurde täglich neun Stunden geprobt. Insgesamt wurden 151 Stunden benötigt, um das Stück zu perfektionieren. „Und wieder einmal waren wir, die drei Verantwortlichen, begeistert von dieser Truppe, die mit einer ungeheuren Spielfreude und riesigem Engagement bei der Sache war“, ist sich die Leitung einig.

Ziel dieser Produktion war es zu zeigen, wie zeitlos die Klassiker doch eigentlich sind. Bei „Tell“ geht es um die Freiheit, „die Räuber“ ist ein Sozialdrama über Besitz und Tradition versus Außenseiter und Outlaws. Bei Maria Stuart geht es um Macht und Machtanspruch, oder wie eine der Erzählerinnen Laura Schönenberg auf der Bühne sagte: „Zickenkrieg und Staatsdrama in einem“. Kabale und Liebe handelt vor allem von Intrigen, Neid und dem Kampf der Geschlechter.

Auch die, die sich bis jetzt eher weniger für Schillers Werke interessierten, hatten am Ende einen inhaltlichen Überblick über jedes der vier klassischen Stücke. Die Theaterinszenierung sorgte beim Publikum für viele Lacher und tosenden Applaus. Der Theater-AG ist damit wieder einmal eine tolle Vorführung mit viel Liebe zum Detail gelungen.

Stunden verbrachten die Teilnehmer der Theater-AG des Isolde-Kurz-Gymnasiums damit, ihr selbst zusammengestelltes Stück „Schillers Schnipsel“ zu perfektionieren.

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