Viel Tee, Cocktails und Nachtisch

Die Kinderspielstadt ,,Schafbuch“ war auch bei ihrer 20. Auflage ein echter Knüller. 102 Kinder feierten nach fünf Tagen zum Abschluss ein Stadtfest.

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Über 100 Kinder hatten richtig viel Spaß in der Kinderspielstadt „Schafbuch“, die am Freitag endete.   Foto: 

 Begeisterung pur, aber auch Abschiedsschmerz herrschte unter den sieben- bis zwölfjährigen Kindern, als die Kinderspielstadt am Freitagabend ihre Pforten schloss. Die 102 Kinder feierten mit ihren 40 Betreuern und zahlreichen Erwachsenen bei einstudierten Aufführungen nicht nur sich selbst, sondern auch ihre geliebte Kinderspielstadt.

An allen Tagen herrschte ein stets fröhliches Treiben. Im Kinder- und Jugendhaus Hohbuch/Schafstall und dessen Außenanlagen lebten und gestalteten die begeistert mitmachenden Kinder ihr eigenes kleines Gemeinwesen mit allem, was dazu gehört. Die 22 unterschiedlichen Stationen, vom Rathaus bis zur Arztpraxis und etlichen Werkstätten, waren stets gut frequentiert. Organisiert vom Kinder- und Jugendhaus Hohbuch/Schafstall, zum ersten Mal unter Leitung von Jugendhaus-Vize Silvia Karrer, wurde „Schafbuch“ abermals ein großer Erfolg. Von den Betreuern begleitet, konnten die kleinen Bürger kindliches Stadtleben ausprobieren und in vollen Zügen genießen.

Der aus sieben Kanditaten zum Stadtoberhaupt gewählte zehnjährige Johann hatte den Wählern „Steuern senken auf einen Schlag und viel leckeren Nachtisch“ versprochen. Kritik äußerte der Kepi-Schüler an seinen vier Stadträten, von denen nur einer bis zum Schluss durchhielt. „Die anderen waren zu faul“, bilanzierte er. Bei insgesamt elf Hochzeiten fungierte er als Bürgermeister, Standesbeamter und Pfarrer zugleich.

Für Silvia Karrer war die Spielstadt „total aufregend, spannend und hat wahnsinnig viel Spaß gemacht“. Sie sei wie ein Überraschungsei gewesen, „man wusste nie was rauskommt“. Die Wasserrutsche, das Foto-Studio, der Malwettbewerb, zwei Tombolas beim Casino, erstmals das Kino, Schätzspiele, Tattoos beim Friseur und sehr viel in den verschiedenen Werkstätten Produziertes, das der Kiosk verkaufen durfte, waren für sie ebenso Highlights. Aber auch das ,,Super-Essen aus der Küche“ und das von Patrizia Cuss betreute, tägliche Sportangebot.

Wenngleich die Kinderspielstadt diesmal von allzu hohen Temperaturen verschont blieb, hatte Silvia Karrer vorgesorgt. Während die Wasserrutsche an zwei Tagen heißbegehrt war, gab es an jedem der fünf Tage Mineralwasser, Waldmeister-Tee und Cocktails, so viel man mochte. Bauhof-Mitarbeiter waren mit Wassereimern unterwegs, um Stadtbewohner, wenn gewünscht, mit Schwämmen zu erfrischen.

Stimmungsvoll ging „Schafbuch“ dann wieder zu Ende. Zuvor allerdings war „Silvi“ von den Stadtbewohnern und ihren Betreuern mit roten Rosen, einer Torte, einer Schärpe mit den Unterschriften aller Betreuer und einem Nachttisch der Schreinerwerkstatt reich beschenkt worden. „Da sind mir schon fast die Tränen gekommen“, erzählte  sie. Danach machten sich die Kinder auf ihren kurzen Heimweg. Deutlich wurde die Stimmung auch in dem im „Rathaus“ ausliegenden Lob- und Beschwerdebuch. Während in den Tagen zuvor unter anderem „Schafbuch macht Spaß“, „der Bürgermeister ist cool“ und „das Essen ist immer gut“, aber auch „das Rathaus klaut Geld“ und „die Apotheke nervt“ zu lesen war, klang es am Ende so: „Schade, dass es schon wieder vorbei ist“.

Nach Bürgermeister Johann und einem stimmungsvollen Abschiedskreis der Kinder und Betreuer hatte Silvia Karrer das letzte Wort: „Vielen, vielen Dank an Euch alle, Ihr wart so toll“. Nicht zu übersehen war, dass danach viele Kinder gar nicht nach Hause gehen wollten.

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