Viel Glas und helle Räume mit Hotelcharakter

Die Reutlinger Altenhilfe (RAH) hat kräftig investiert. Seit gestern ist das neue Haus Ringelbach in der Bellinostraße eingeweiht und verbindet mit Altenpflege und Kindertagesstätte künftig Generationen.

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Schlüsselübergabe durch Architekt Ulrich Schwille (links) an Kinderhausleiterin Beatrix Rösch und den Leiter des neuen RAH-Hauses Ringelbach, Timo Vollmer.  Foto: 

"Heute ist ein guter Tag für die RAH, die Stadt und die kleinen und großen Bürger" - Werner Rumpel, Geschäftsführer der Reutlinger Altenhilfe, war die Freude während des Festakts zur Einweihung des neuen Hauses Ringelbach gestern Vormittag deutlich anzumerken. Denn mit der Einrichtung wird jetzt nicht nur der bisherige Alt- sowie der Behnisch-Bau an der Ecke Bellino- und Ringelbachstraße ersetzt. Das neue Haus ist mit seinen 50 Pflegeplätzen, acht Appartements im Bereich Betreutes Wohnen sowie dem im Erdgeschoss untergebrachten Kinderhaus nun vor allem auch ein Mehrgenerationenprojekt. Für das musste eine Menge Geld in die Hand genommen werden. Insgesamt investierte die RAH 7,5 Millionen Euro. Doch geht es nach Oberbürgermeisterin Barbara Bosch hat sich das gelohnt. Zumal alle lang auf die Fertigstellung des Projekts hingearbeitet hätten.

Während das neue Haus Ringelbach laut Bosch wohl auch für Kopfzerbrechen gesorgt hat, waren Alt- und Behnisch-Bau in die Jahre gekommen. Die Standards konnten mit den vor Jahrzehnten errichteten Gebäuden nicht mehr erreicht werden. Nach langen Überlegungen wurden deshalb zwei Ersatzbauten für die bisherigen und künftigen Bewohner beschlossen, die mit dem Haus Georgenberg sowie dem jetzt eingeweihten neuen Haus Ringelbach in die Tat umgesetzt sind.

"Ich bin sehr froh über die Lösung", sage die Oberbürgermeisterin. Nun seien die Pflegeplätze nämlich gleichmäßig im Stadtgebiet verteilt. Mit der Kombination aus Alteneinrichtung und Kinderhaus würde zudem eine ganze Lebensspanne von den Kleinsten bis zu den Ältesten erfasst. Dennoch trauerte Werner Rumpel den 38 Jahren im Behnisch-Bau nach. Denn: "Er hat vielen Menschen als Ort der Heimat und Fürsorge gedient." Wobei das Gebäude eben nicht mehr heutigen Anforderungen entsprochen habe.

Mit dem Neubau am traditionsreichen Standort - hier wurde 1928 das erste Reutlinger Altenheim bezogen - ist die RAH außerdem um eine Aufgabe reicher geworden. Nach der Verantwortung als Bau- und jetzigem Betriebsträger, ist die Altenhilfe nämlich gleich noch Vermieter des Kinderhauses, das in städtischer Trägerschaft ist, sowie den Appartements des Betreuten Wohnens.

Dass der Umzug "viele schöne, neue Dinge" mit sich bringe, betonte Hausleiter Timo Vollmer. Mit Blick auf das neue Gebäude hob er außerdem das Foyer hervor, das wie ein Marktplatz zu verstehen sei, auf dem etwas passiere. Darüber hinaus sei mit sehr viel Glas und hellen Räumen ein Hotelcharakter entstanden. Und dass nun ein weiteres Kinderhaus entstanden sei, erklärte Kariane Höhn, bei der Stadt zuständig für die Tagesbetreuung von Kindern, damit, dass weitere junge Familien oder Paare mit Kinderwunsch nach Reutlingen ziehen würden.

Dennoch: Laut Architekt Ulrich Schwille brachte der Bau manche Herausforderungen mit sich, unter anderem das begrenzte Platzangebot auf dem Areal. Doch nun sei ein Haus entstanden, das auch ein Gesicht besitze.

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