Verlässliche Truppe im Netzwerk

Mit 173 hat sich die Zahl der Einsätze 2014 für die 90 Aktiven nach dem Natur-Katastrophenjahr 2013 wieder aufs Normalmaß eingependelt. Die Feuerwehr ist gut aufgestellt, die Stimmung ist gut.

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Ehrungen bei der Feuerwehr: Zum ersten Mal mit Bürgermeister Michael Schrenk (links). Das Ehrenzeichen in Gold des Landes erhielten Jochen Kretschmer (zweiter von links) und Klaus Schwegler, der krankheitsbedingt fehlte.  Foto: 

Das ist ja nun ein guter Auftakt für ein gedeihliches Miteinander: "Ich fühle mich in den Reihen der Feuerwehr wohl", sagte Pfullingens neuer Bürgermeister Michael Schrenk. Der ist offiziell Chef der Truppe, deren Kommandant, Dietmar Rall, nun auch hauptberuflich Beschäftigter der Stadt ist.

Den Floriansjüngern bot Schrenk "die offene Tür" an. Er freut sich "auf den gemeinsamen Weg" und verwies auf jede Menge Unterstützung - zum Beispiel in Sachen Ausrüstung. Nicht nur deshalb bekam er von Feuerwehrkommandant Dietmar Rall dann auch die leuchtfarbene Einsatzjacke verpasst. Die Aufschrift "Bürgermeister" wird demnächst aufgestickt.

Polizei, benachbarte Wehren, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Technisches Hilfswerk (THW), Bergwacht, Gemeinderäte und viele mehr: Das Feuerwehrhaus in der Bismarckstraße war bei der Hauptversammlung gut besetzt mit allen wichtigen Leuten, die nicht nur im Ernstfall ein verlässliches Netzwerk bilden, eine Einsatzkette, auf die sich die Menschen verlassen können. Zudem hat die Feuerwehr eine eigene Höhenrettung. 34 Leute haben zusätzlich eine Ausbildung für den Einsatz in der Sondereinheit "Gefahrstoffe". Eine Vereinbarung mit Reutlingen bindet sie nun an die dortige Gefahrstoffeinheit. Vier gemeinsame Übungen habe es bereits gegeben, so Pfullingens Feuerwehr-Vize Volker Hecht.

Schnell am Einsatzort sein ist das nonplusultra der Feuerwehr: Die Pfullinger Floriansjünger - das Durchschnittsalter liegt bei 37 Jahren - können mit einer guten Tagesverfügbarkeit aufwarten: 37 der 90 Aktiven arbeiten in der Stadt, können im Notfall also sehr schnell vor Ort sein.

Bereitschaft, Ausbildung, Fortbildung, Einsätze, auch bei Großveranstaltungen: In die Zehntausende gingen so die ehrenamtlich geleisteten Stunden insgesamt im vergangenen Jahr. Dabei seien die Pfullinger, "die Feuerwehr, die niemals schläft", so Kreisbrandmeister Wolfram Auch, " und im Verbund gut integriert". Die Pfullinger haben die drittgrößte Wehr im Landkreis Reutlingen. Auch der spannende, filmische Rückblick am Samstag auf der Großleinwand unterstrich "die hohe Professionalität und Qualität" der Pfullinger, sagte Auch.

Wie seit Jahren schon machen klassische Brände nurmehr einen geringen Teil der Einsätze aus. Gerade einmal 27 Mal rückte die Pfullinger Wehr deshalb aus. In 76 Fällen waren es Ölspuren auf den Straßen, Gefahrstoff- oder wetterbedingte Einsätze. In 35 Fällen gab es Fehl- oder Täuschungsalarme. Das kommt vor, wenn böse Buben an Brandmeldern herumspielen. Überlandhilfe in benachbarten Kommunen war 17 Mal zu leisten.

Gut ausgestattet sind die Feuerwehrleute auch: Als das "Highlight des Jahres" 2014 bezeichnete Dietmar Rall die Beschaffung der neuen Drehleiter. Hinzu kam die neue, bald landesweit einheitliche Bekleidung. Dies als Ersatz für die bald 30 Jahre alten Uniformen. Der 19 Jahre alte Kommandowagen wir durch einen Audi Q 5 ersetzt, der Einsatzleitwagen erhielt eine EDV-Aufrüstung. Auch wenn das alles eine Menge Geld kostet, Rall berief sich auf die Notwendigkeit mit dem Sprichwort: "Wo der Pflug vom Rost zerfressen, wird sehr wenig Korn gegessen."

Ehrungen, Beförderungen

Aufgenommen in die aktive Wehr, befördert oder für langjährige Mitgliedschaft geehrt: Bei der Pfullinger Feuerwehr gab es dafür zahlreiche Handschläge, Präsente oder hohe Auszeichnungen. So für Jochen Kretschmer und Klaus Schwegler das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold des Landes. Beide können eine 40-jährige Dienstzeit aufweisen. Rainer Baumann, seit 25 Jahren dabei, erhielt das Ehrenzeichen in Silber. Seit 35 Jahren halten Klaus Große und Michael Schön der Feuerwehr die Treue, Rainer Barthold seit 30 Jahren.

Ein ganz treues und dienstbeflissenes Mitglied ist Hubert Oberthaler. Hat er doch in 36 Dienstjahren bei keinem einzigen Übungsdienst gefehlt. Wilfried Götz erhielt ebenfalls ein Präsent, denn er fehlte in 27 Jahren kein einziges Mal, sein Kamerad Eberhard Rebmann bringt es auf 26 Jahre.

Zum Brandmeister befördert wurde Jörg Stockburger, Oberlöschmeister sind ab sofort Daniel Braun und Stefan Gekeler. Zum Löschmeister befördert wurde Torsten Maier: Den Rang eines Feuerwehrmanns haben nun Alexander Rall, Felix Rall und Sebastian Volk. Aus der Jugendfeuerwehr in die aktive Riege aufgerückt sind Timo Gaiser, Johannes Hofmayer und Florian Speidel.

JHE

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