VERKEHRSSICHERHEITSKONZEPTION

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Die Polizei setzt auch in diesem Jahr auf verstärkte Präventionsarbeit mit einzelnen Zielgruppen.  Foto: 

Kontrolle und Prävention

Mit einer umfassenden Verkehrssicherheitskonzeption wird das Polizeipräsidium Reutlingen einen Schwerpunkt in der polizeilichen Verkehrsprävention und der Verkehrsüberwachung setzen, heißt es im jährlichen Verkehrslagebild. Ziel ist es, die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt, vor allem aber die mit schweren Folgen zu reduzieren.

Kontrollen werden - orientiert am Verkehrsunfalllagebild - vor allem mit Blick auf Geschwindigkeit, Fahren unter Drogen- oder Alkoholeinfluss, Gurt- und Handyverstößen sowie in Bezug auf Risikogruppen wie Motorrad- und Radfahrer intensiviert.

In den kommenden Wochen und Monaten wird es deshalb präsidiumsweit - in Form von Kontrollstellen auch sichtbare - Schwerpunktaktionen geben, kündigte die Polizeiführung gestern in einer Mitteilung an.

Die Polizei setzt auch auf Aufklärung und plant zahlreiche Vorbeugungsveranstaltungen und -aktionen:

· An beliebten Fahrstrecken von Motorradfahrern werden wieder präventive Aktionen ähnlich des letztjährigen Motorradaktionstages im Lautertal durchgeführt. Hier begegnet man den Bikern auf Augenhöhe und appelliert zusammen mit Partnern der Verkehrssicherheitsarbeit an die Vernunft der Motorradbegeisterten, klärt über Fahrrisiken auf und verdeutlicht die lebensrettenden Vorteile einer defensiven Fahrweise.

· Radfahrer jeden Alters werden wieder bei vielfältigen Aktionen der Verkehrsprävention angesprochen - angefangen bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern, die in der vierten Klassenstufe die Radfahrausbildung genießen. 2014 waren das knapp 10 000 Schülerinnen und Schüler. Beim Projekt "Schulradler", 2014 mit dem Landespräventionspreis ausgezeichnet, werden Fünftklässler auf ihrem Weg mit dem Rad zur neuen Schule von durch die Polizei ausgebildeten Schulpaten der achten Klasse begleitet.

Unter dem Motto "Schütze Dein Bestes" werden sowohl Jugendliche im Schulunterricht als auch bei Aktionstagen für das Tragen eines Fahrradhelms sensibilisiert. Auf den Trend zum Verkehrsmittel Pedelec und den damit verbundenen Verkehrsunfällen reagiert die Polizei mit Präventionsangeboten für Jung und Alt, um die Handlungssicherheit im Umgang mit Elektrofahrrädern zu stärken.

· Bei der Gruppe der Fußgänger wird die Polizei in den vielfältigen Bemühungen um die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer nicht nachlassen und die erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit mit der Verkehrspuppenbühne sowie Lerngängen für Vorschulkinder und Erstklässler im öffentlichen Verkehrsraum fortsetzen. Auch die Ausbildung von Schülerlotsen, Schulbusbegleitern, die Aktion "SchülerFair-Verkehr" und Aktionen zum Schulanfang bis hin zum Fußgängertraining für Menschen mit Behinderung gehören dazu.

· Die Gruppe der jungen Erwachsenen bleibt für das Polizeipräsidium Reutlingen eine wichtige, weil risikogefährdete Zielgruppe für verkehrspräventive Aufklärung. Auch 2015 werden junge Menschen bei Verkehrssicherheitstagen an Berufsschulen und Gymnasien über die Themen Geschwindigkeit, Rauschmittel und Fahrphysik aufgeklärt und für die besonderen Risiken sensibilisiert. Im Landkreis Reutlingen wird außerdem ein Verkehrssicherheitsmobil für die verkehrspräventive Aufklärung bei dieser Zielgruppe eingesetzt.

· Zusätzlich werden junge Fahrer, die bereits mit der Straßenverkehrsordnung in Konflikt geraten sind, im so genannten Diversionsverfahrens in speziellen Verkehrsunterrichtseinheiten geschult und zu einer Verhaltensänderung motiviert.

· Mit Vortragsveranstaltungen bis hin zu praktischen Übungen im Rahmen von Aktionstagen rückt zudem die Gruppe der über 65-Jährigen zunehmend in den Fokus der Verkehrsprävention.

"Sicherheit im Straßenverkehr hat großen Einfluss auf die Lebensqualität der Menschen. Die Polizei wird ihren Beitrag dazu leisten. Gefordert ist jedoch in erster Linie jeder einzelne Verkehrsteilnehmer, der durch sein Verhalten dazu beitragen kann, Verkehrsunfälle und deren schlimme Folgen zu verhindern", stellt der Präsident des Polizeipräsidiums Reutlingen, Hans-Dieter Wagner, abschließend fest.

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