Vergleichsweise "ruhige" Nacht

In den drei Landkreisen des Polizeipräsidiums Reutlingen verrichteten in der Silvesternacht über 140 Polizeibeamte ihren Dienst. Diese hatten rund 380 Einsätze zu bewältigen, wobei die Nacht eher ruhig anfing.

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Was den Kreis Reutlingen angeht, gab es laut Volker Staib vom Polizeipräsidium neben den üblichen Silvester-Einsätzen im Zusammenhang mit Ruhestörungen und Sachbeschädigungen durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern auch die eine oder andere Schlägerei. Bereits um um 20 Uhr musste ein Mann wegen seines „erheblichen Alkoholisierungsgrades“ in Gewahrsam genommen werden. Den Jahreswechsel hat er übrigens verschlafen. Kurz vor Mitternacht kam es in Rommelsbach zu einer größeren Schlägerei, bei der ein Zwölfjähriger von anderen Jugendlichen im Gesicht verletzt wurde. Er kam zur Behandlung ins Krankenhaus. Die Ursache der Auseinandersetzung ist nicht bekannt.

Fast zeitgleich kam es gegen Mitternacht zu einer Schlägerei in Betzingen. Auch hier ist der Hintergrund noch völlig offen. Am Marktplatz in Reutlingen wurde eine 17-Jährige durch einen Feuerwerkskörper am Auge verletzt und musste im Klinikum behandelt werden. In Trochtelfingen zog sich ein 35-jähriger Mann leichte Beinverletzungen beim Abbrennen des Feuerwerks zu und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Mehrere unbekannte Personen zündeten um Mitternacht in einem Wartehäuschen einer Bushaltestelle in Auingen mehrere Böller, wodurch die Holzwände und eine Lampe stark beschädigt wurden. Der Schaden ist noch unbekannt.

Auch der Rettungsdienst hatte einiges zu tun. Wie üblich, so Rettungsdienstleiter Wilfried Müller, hatte das DRK die Wachen im Kreis verstärkt. So hatten 16 Rettungsassistenten und -sanitäter sowie drei Notärzte von 20 bis 6 Uhr insgesamt 44 Einsätze abzuarbeiten, wobei 28 Einsätze nach Mitternacht zu versorgen waren. Acht Rettungswagen waren im Dauereinsatz. Im Vergleich zu einer „normalen“ Nacht kommt es über das Jahr zu einem Drittel der Einsätze im Durchschnitt. Allerdings war es eine vergleichsweise „ruhige“ Nacht – es gab Silvesternächte in den letzten zehn Jahren, in denen die Anzahl der Einsätze über 60 lag. Zu versorgen gab es nach dem Jahreswechsel drei Verletzte wegen Feuerwerkskörpern, übermäßiger Alkoholgenuss in drei Fällen, dazu noch Stürze und zu schlechter Letzt ein Sturz durch eine Glastüre. Positiv sei zu vermerken: „Es gab keinen Verletzten bei einem Verkehrsunfall.“

Eine unliebsame Überraschung erlebte ein 46-jähriger Fahrzeug-Halter aus Tübingen an Silvester. Gegen 12 Uhr stellte er seinen Hyundai auf dem Parkplatz eines Spielehandels in der Justus-von-Liebig- Straße ab. Als er etwa 30 Minuten später zu seinem Fahrzeug zurückkehrte, musste er feststellen, dass ein anderer Fahrer seinen Wagen an der Front beschädigt hatte. Der Fremdschaden beläuft sich auf etwa 1000 Euro. Da zur Unfallzeit auf dem Parkplatz reger Publikumsverkehr herrschte, ist es möglich, dass das Unfallgeschehen beobachtet wurde. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Reutlingen unter (07121) 942 33 33 entgegen. Im Wohngebiet Ringelbach wurde in der Silvesternacht die Scheibe eines Wohngebäudes eingeworfen. Der Einbrecher gelangte auf diese Weise ins Haus und betrat dort zwei Wohnungen. Dort wurden Schubladen und Schränke durchwühlt. Was der Dieb im Einzelnen mitnahm, ist noch nicht bekannt. Am Fenster entstand ein Schaden von etwa 1000 Euro.

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