UWV und Stadt wehren sich gegen Vorwürfe des VfL

Der stellvertretende Pfullinger Bürgermeister Martin Fink kann die Kritik der Vertreter des VfL Pfullingen nicht nachvollziehen. Er zeigt sich dialogbereit.

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Stehen jetzt ihrerseits in der Kritik: Die VfL-Spitze mit Hans-Georg Finkbohner und Präsident Sven Schauenburg.  Foto: 

Wie bereits am Dienstag bei einem Redaktionsgespräch mit der Stadt, kritisiert Martin Fink nun als UWV-Fraktionsvorsitzender die Haltung des VfL Pfullingen in Sachen Vereinsförderung und Hallenschließzeiten. Fink ist stellvertretender Pfullinger Bürgermeister und derzeit „im Amt“, da Michael Schrenk im Urlaub ist.

Der Brief richtet sich an die Spitze des VfL mit Präsident Sven Schauenburg und seinem Vize Hans-Georg Finkbohner. Wie in unserer Donnerstagsausgabe berichet, kritisierten diese Schrenk wegen seiner Haltung zu den Sporthallen-Schließzeiten im Sommer. Außerdem beklagten sie, dass sich die neue (finanzielle) Vereinsförderung für den VfL nicht rechne, er für 2017 unterm Strich in diesem Punkt ein „Defizit“ in Höhe von 16 800 Euro erwarte.

Als Stadtrat und als Fraktionsvorsitzender der UWV im Pfullinger Gemeinderat nimmt Fink nun Stellung und kritisiert seinerseits die beiden VfL-Oberen. Jedoch schränkt Fink ein: „Wir bitten (...) um Verständnis dafür, dass wir uns als UWV-Gemeinderatsfraktion in der momentanen Haupturlaubszeit nicht weiter mit den von lhnen aktuell dargestellten Fragestellungen befassen werden.“

Fink verweist auf die „bekannte Thematik“ und stellt fest, dass  hierzu ja auch verschiedene Gespräche „mit Herrn Bürgermeister Schrenk und weiteren zuständigen Personen der Stadtverwaltung geführt wurden“. Die zuständige Amtsleiterin Sabine Hohloch hatte zuletzt am Dienstag bei einem Redaktionsgespräch mit unserer Zeitung Wert darauf gelegt, festzustellen, dass die „Vereinsförderung einvernehmlich mit dem VfL“ und anderen Vertretern der Arbeitsgemeinschaft der Vereine (ARGE) erfolgt sei.

Und durch eine „interne Verrechnung“, so Hohloch, sei die Miete für die Schönberghalle während des Sommercamps der Kinder stark reduziert worden. Im übrigen sei es am VfL zu entscheiden, „wie er die Mittel aus der Sportförderung intern verteilt“. Das sind insgesamt 34 000 Euro im Jahr – Geld mit dem der VfL seine eigenen Prioritäten und Schwerpunkte setzen könne.

Nach Finks lnformationen habe der VfL Ende April und am 10. Mai Gespräche mit der Stadt geführt. Fink befremdet nun jedoch, dass der VfL jetzt behauptet: „Ein Konsens konnte in diesem Jahr leider nicht gefunden werden“, was laut VfL zu einer „Verhärtung der Fronten geführt“ habe.

„Das überrascht doch sehr“, so Fink, weil doch damals „eine für beide Seiten akzeptable Lösung hinsichtlich der Hallenschließzeiten gefunden wurde“. Der UWV-Stadtrat versteht nicht, weshalb sich der größte Verein der Stadt „erst jetzt mit einem zeitlichen Verzug von rund 13 Wochen bei uns Gemeinderäten meldet“. In der Zeit vom 10. Mai bis zur Sommerpause „hätte es nachweislich noch genügend Sitzungstermine des Gemeinderates und somit Abstimmungsmöglichkeiten gegeben“.

Dies zumal deshalb, weil auch der Präsident des VfL Pfullingen, Sven Schauenburg, in seiner Eigenschaft als Mitglied des Gemeinderates bis zu seinem Ausscheiden am 21. Juni noch „voll umfänglich in die Gemeinderatsarbeit eingebunden war“, so Martin Fink in seinem Brief an den VfL. Dort verweist Fink ferner auf die Sitzung des Pfullinger Gemeinderats, in der am 21. Juni das Pfullinger Netzwerk „Vereine und Ehrenamt“ installiert worden sei. Vertreter der Pfullinger Vereine, der Stadtverwaltung und der Gemeinderatsfraktionen wollen dort regelmäßig über Kriterien der Vereinsförderung sprechen und bei Problemen Lösungen entwickeln. Dieser Arbeitskreis wird im Herbst erstmals tagen. Zum Netzwerk gehören auch Vertreter der ARGE Sport und des VfL Pfullingen. Dieses Netzwerk sieht Fink als geeignetes Gremium an, um über die im Schreiben des VfL Pfullingen aufgeworfenen Fragen zu sprechen und letztlich im Gemeinderat sachgerechte Lösungen zu finden. Die UWV-Fraktion werde sich im Netzwerk einbringen und stehe als Fraktion darüber hinaus auch künftig dem VfL Pfullingen wie auch allen anderen Pfullinger Vereinen für einen fairen Dialog zur Verfügung.

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