Ursulaberg: Bei Tunneltest des ADAC "gut"

Der Ursulabergtunnel ist beim aktuellen ADAC-Tunneltest mit der Not "gut" bewertet worden - erneut die zweitbeste Bewertung für die Röhre.

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Die Tester lobten bei der 1180 Meter langen Röhre unter anderem die lückenlose Videoüberwachung, die ausreichenden Pannenbuchten, Notausgänge und Notrufstationen sowie das automatische Brandmeldesystem. Positiv fiel den Prüfern des Weiteren auf, dass kein Rauch in die externen Fluchtwege eindringen kann. Zudem sind Ampeln und Schranken bei einer notwendigen Sperrung an den Portalen vorhanden. Schwächen attestierten die Tester dem Ursulabergtunnel unter anderem wegen seiner Stauanfälligkeit. Ein Nachteil unter Sicherheitsaspekten ist, dass der Pfullinger Tunnel nur eine Röhre hat, heißt es in einer Mitteilung.

Trotzdem bestehen, so das Fazit der Tester, im Brandfall gute Voraussetzungen für eine effektive Selbstrettung. Das Lüftungssystem wird so gesteuert, dass die Menschen auf beiden Seiten des Brandherds in einer weitestgehend rauchfreien Atmosphäre den Tunnel über die gut gekennzeichneten Notausgänge verlassen können. Rund 17 000 Fahrzeuge rollen täglich im Schnitt auf der Bundesstraße 312 durch den 2003 eröffneten Tunnel.

Insgesamt lieferte der ADAC Text das beste Ergebnis seiner Geschichte: 14-mal vergaben die Experten die Note "sehr gut", sechs Tunnel schnitten mit "gut" ab. Eine schlechtere Wertung bekam kein einziger Tunnel. Getestet wurden 20 Tunnel in fünf europäischen Ländern. Als Klassenbester platzierte sich der deutsche Tunnel Berg Bock auf der A 71 (Erfurt-Schweinfurt) bei Suhl. Die wenigsten Punkte im Test, dabei aber immer noch die Note "gut", erzielte der Schweizer Gotthard-Tunnel auf der A 2 (Basel - Chiasso).

Trotz des positiven Gesamtergebnisses haben die Tester auch einzelne Mängel notiert. So waren bei der Hälfte der Tunnel die Wände nicht hell angestrichen. Bei einem Viertel gab es zumindest unter der Woche täglich Stau im Tunnel. Bei ebenso vielen funktionierte die Verständigung über die Notrufe wegen des nicht abgeschirmten Verkehrslärms nur schwer. Auch die oftmals zu kurze Einsatzdauer der Atemschutzgeräte für die Feuerwehr ist ein Problem. Die Inspektion der 20 Tunnel fand zwischen dem 5. Februar und dem 6. März statt. Dabei wurden auch sicherheitstechnische Fragen im Gespräch mit den Betreibern geklärt und entsprechende Unterlagen eingesehen.

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