Unterstützung fürs Team gesucht

Seit über 50 Jahren bietet die Hauspflege die Versorgung des privaten Haushalts und Hilfe in der Pflege an. Durch die Erweiterung des Leistungsangebots werden für einige Bereiche noch Fachkräfte gesucht.

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Das Messen des Blutdrucks gehört zum Aufgabenspektrum. Foto: Marie-Louise Abele

"Wir versorgen alle Menschen, die Hilfe brauchen, im Alter von null bis 100", so die Geschäftsführerin der Hauspflege Reutlingen, Jutta Filomena. Und das seit bald 55 Jahren. Was als Idee einer Einzelkämpferin, der Reutlingerin Lore Arnold, entstand, ist heute noch immer eine feste Größe im Pflegebereich der Echazstadt. Und dafür braucht es viele tatkräftige Hände.

Damals standen vor allem die Versorgung von Haushalt und Kindern bei Erkrankung oder Kur der Mutter und die häusliche Versorgung bei Erkrankung von allein stehenden oder verheirateten älteren Frauen im Vordergrund. Heute richtet sich das reiche Angebot an alle, die Hilfe brauchen und durch Krankheit, Alter oder Behinderung beeinträchtigt sind. Der Verein bietet Grundpflege, Behandlungspflege und Nachbarschaftshilfe mit sämtlichen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wie Einkaufen, Kochen, Wäsche und Putzen. Außerdem zählen dazu die Betreuung, um pflegende Angehörige zu entlasten sowie die Familienpflege, die Kinder betreut und den Haushalt weiterführt, wenn die Mutter ausfällt.

Der gemeinnützige Verein, der 1981 gegründet wurde, hat derzeit um die 230 Mitglieder, weitere Mitglieder sind jederzeit willkommen. Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unter anderem Pflegepersonal, Hauswirtschafterinnen und Familienpflegerinnen, kümmern sich tagtäglich um mehr als 150 Kunden - mit Erfolg. Die jüngste Qualitätsprüfung des Medizinischen Dienstes der Kassen (MDK) bewertete die Einrichtung der Hauspflege Reutlingen in diesem Jahr als überdurchschnittlich.

Kunden gibt es viele. Nicht nur der demografische Wandel ist ausschlaggebend, auch durch den Wandel der Gesellschaft verbringen viele Menschen ihr Leben allein, oder durch Wegzug vom Heimatort fehlen der jungen Familie mal die Großeltern oder andere Verwandten, die Betreuungsengpässe wie Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte auffangen können. Mit dem Umzug vor gut einem Jahr in die Karlstraße 98 hat sich das Vorstandsteam der Hauspflege auch die Erweiterung des Angebotes auf die Fahnen geschrieben, doch dafür braucht es noch gute und fähige Leute. "Wir sind auf der Suche nach Pflegefachkräften und gestandenen Hausfrauen, die die vielen Arbeiten in fremden Haushalten übernehmen können", so Jutta Filomena. Das Augenmerk liegt dabei auf (Wieder-)Einsteigerinnen, die nach der Familienpause eine zeitlich flexible Aufgabe übernehmen wollen. "Dabei bieten wir verschiedene Anstellungsvarianten wie Teilzeitanstellungen, Arbeit auf 400-Euro-Basis oder mit steuerfreier Aufwandsentschädigung an." Neben Haushälterinnen werden händeringend Pflegefachkräfte mit Examen gesucht, die Behandlungspflegeaufgaben übernehmen können.

Zuverlässigkeit und der behutsame Umgang mit den einzelnen Lebensgeschichten der Kunden sind in diesem Bereich wichtig, das Prinzip der Bezugspflege - besonders bei demenzkranken Menschen - erfordert verlässliche Beziehungen und "vertraute Gesichter".

"Auch sollten unsere Mitarbeiter mit verschiedenen Lebenssituationen umgehen können", so Jutta Filomena. Jeder Mensch bringe seine persönliche Geschichte mit und manchmal "gibt es auch viel aufzufangen".

Info Mehr Informationen über den gemeinnützigen Pflegedienst unter www.hauspflege-reutlingen.de

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