Unechtes Viererkleeblatt

Nach dreieinhalb Jahren konstanten Betriebs ändert der Bürgerbus zum zweiten Mal seit dem Betriebsbeginn im Mai 2011 seinen Fahrplan.

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Ging es im Sommer 2012 um die Ausweitung auf fünf Vormittage und vier Nachmittage pro Woche, so gilt es jetzt, den Ablauf an die Fahrgastentwicklung anzupassen. Für die Fahrgäste bringt der neue Plan eine Reihe von Vorteilen, einige müssen sich jedoch an einen neuen Rhythmus gewöhnen, heißt es in einer Mitteilung.

Anlass ist das von Jahr zu Jahr gestiegene Fahrgastaufkommen. Mittlerweile befördert der Bürgerbus wöchentlich im Schnitt rund 200 Fahrgäste. Übers Jahr macht das gut 10 000 Fahrten. Das ist erfreulich. Rechnerisch ist zwar immer noch viel "Luft nach oben", denn im Schnitt sitzen nur ein bis zwei Personen im Fahrzeug. Aber die Auslastung schwankt. Einmal fährt der Bus leer, eine Stunde später ist er voll. Insbesondere auf der Tour Ost, mit 18 Haltestellen vom Friedhof über Hägle und Brühl bis zum Kühnenbach die längste der drei Schleifen, die der Bürgerbus stündlich abfährt, wird der Platz in Stoßzeiten immer wieder knapp.

Eigentlich müsste die Tour Ost in eine Süd- und eine Nordschleife aufgeteilt werden, so, wie es auf der Westseite der Fall ist. Diese "Viererkleeblatt"-Lösung war bereits vor dem Betriebsstart als wünschenswert erwogen, aber wegen der zusätzlichen Hin- und Rückfahrt über die ampelreiche Große Heer- und Schulstraße als zu zeitraubend verworfen worden.

Was also tun? Die Lösung heißt "unechtes Viererkleeblatt": Die Oststadtroute wird um die Strecke Bergstraße-Kühnenbach-Große Heerstraße verkürzt. Was auf den ersten Blick wie ein Notbehelf wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als durchdachte Lösung.

Die drei Schleifen Südwest, Ost und Nordwest-Südost sind nun mit je 14 oder 15 Minuten Fahrzeit und 13 oder 14 Haltestellen praktisch gleich lang. Ziele auf der anderen Talseite werden leichter erreichbar, denn der Bus wechselt jetzt viermal pro Stunde die Talseite. Der Friedhof und Ziele zwischen Schulstraße und Lindenplatz sind jetzt aus allen Richtung besser erreichbar. Die bisher stark frequentierten Routen Südwest und insbesondere Ost werden entlastet, die schwach ausgelastete Nordwestroute wird gestärkt.

Für Fahrgäste aus den Wohngebieten Hägle und Brühl wird die Fahrzeit in die Stadt kürzer. Sie bekommen außerdem eine Ausstiegsmöglichkeit am Friedhof. Fahrgäste aus dem Bereich Steinenberg-Kühnenbach-Große Heerstraße müssen nicht mehr die ganze Oststadtschleife im Bus mitfahren, um nach Hause zu kommen. Wenn sie am Lindenplatz oder am Friedhof einsteigen, sind sie in wenigen Minuten am Ziel. Die Fahrgäste aus dem Bereich Hartweg-Bützen bekommen an der Einmündung des Hartwegs und des Amselwegs in die Weinbergstraße eine neue Haltestelle. Diese fährt der Bus auf der Nordwestschleife an. Den Fahrgästen der Nordwestschleife wird nun auch eine direkte Verbindung zum Friedhof geboten. Einziger Wermutstropfen: Für die, die auf der Fahrt in die Innenstadt nicht am Lindenplatz aussteigen, sondern bis zum Laiblinsplatz sitzen bleiben möchten, verlängert sich die Fahrzeit um wenige Minuten.

Die Fahrgäste der Südwestschleife bekommen nahe der Kreissparkasse in der Gönninger Straße eine zusätzliche Haltestelle, denn der Bürgerbus hält künftig auch an der bereits vorhandenen Haltestelle der RSV-Linie 11 in der Seitenstraße. Und wenn sie vom Friedhof wieder nach Hause wollen, können sie Richtung Bergstraße einsteigen und kommen nach kurzer Pause am Laiblinsplatz direkt zurück.

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