Überwältigt von der Resonanz

"Das hätte ich nie gedacht. Wir kommen aus dem Strahlen und Lachen gar nicht mehr heraus." Alfred und seine Ehefrau Beate Göbel zeigten sich überglücklich über die Grieshaber-Dauerausstellung.

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  • Die Grieshaber-Ausstellung kam bei den Besuchern bestens an. 1/2
    Die Grieshaber-Ausstellung kam bei den Besuchern bestens an.
  • Als Ehrengast erlebte Ricca Grieshaber die Eröffnung der Dauerausstellung mit dem Gedenken an ihren Vater HAP mit. Das Bild zeigt sie auf der Empore der Grieshaber-Halle vor dem dort angebrachten Wandfries. Fotos: Holger Seitz 2/2
    Als Ehrengast erlebte Ricca Grieshaber die Eröffnung der Dauerausstellung mit dem Gedenken an ihren Vater HAP mit. Das Bild zeigt sie auf der Empore der Grieshaber-Halle vor dem dort angebrachten Wandfries. Fotos: Holger Seitz
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Die beiden Vorstandsmitglieder des vor einem Jahr gegründeten Fördervereins Eninger Kunstwege strahlten mit der Nachmittagssonne um die Wette. 110 Personen zählten sie zur offiziellen Eröffnung der Dauerausstellung des Lebenswerkes HAP Grieshabers im Obergeschoss der nach ihm benannten Halle. 120 Personen kamen trotz ständigen Nieselregens am Samstag, und sage und schreibe knapp 200 Personen schufen in der Halle am Schlusstag eine völlig entspannte und fröhliche Atmosphäre. Die Reproduktionen verkauften sich, ein paar neue Anmeldeformulare für die Mitgliedschaft gingen weg, und viele neue Beziehungen wurden geknüpft. Selbst Sonderführungen wurden an diesen drei Tagen bereits gebucht. Eine Stele für 3000 Euro ist von einer Eninger Firma für Wasseraufbereitung bereits gekauft, eine zweite bereits vorbestellt.

Das zeigt: Die Macher lagen und legen mit ihrem Konzept goldrichtig. "Das kann ja gerade so weitergehen. Wir sind überwältigt", waren Fördervereinsvorsitzender Hermann Walz und die übrigen ehrenamtlichen 25 Mitstreiter wie Organisatorin, Bibliothekarin und Künstlerin Edeltraud Willjung begeistert. Und ließen kühnen Ideen gleich konkrete Maßnahmen folgen.

Einen Kleinkunstabend mit Eckhard Grauer (Ort wird gesucht) soll eine Arbeitsgruppe noch für dieses Jahr organisieren, und fürs nächste Jahr sind die Eröffnung des HAP-Wegs an seinem Todestag am 12. Mai mit vier Stationen im oberen Bereich rund um sein ehemaliges Atelier geplant und auch eine zweite Ausstellung mit Eningen verbundenen Künstlern im Oktober.

Dabei hatten sie einen ganz starken Doppelpunkt gesetzt, an dem weder Verwaltung noch Sponsoren noch der Nachlassverwalter oder die Verwertungsgesellschaft vorbeikommen kann. Der Verein hat trotz der immer noch ungeklärten Besitzverhältnisse an der Achalm mit Ricca Grieshaber die Tochter als Unterstützerin und Ehrengast gewonnen. Man hofft, trotz der Baufälligkeit und dem nicht behobenen Hagelschaden wenigstens rudimentär die im Volksmund "vereinigten Hüttenwerke" genannten Gebäudeteile zu erhalten. Nach Wunsch von Bürgermeister Alexander Schweizer "gerne auch als Atelier, das Künstlern einen inspirierenden Raum gibt". Und gerne darf der geplante Rundweg mit seiner zwei Kilometer langen, rollatorgerechten Runde von der Halle hinauf zur Achalm auch einen Abstecher ins neue Achalmhotel machen. Schließlich war Grieshaber auch Reutlingen verbunden, sagte Dr. Kurt Femppel aus Ludwigsburg in seiner launigen und fundierten Einführung.

"Wir haben die Exponate und Reutlingen die Erfahrung mit der Auswertung, wissenschaftlichen Arbeit und Präsentation", verweist Schweizer auf eine sinnvolle Zusammenarbeit der Kommunen über die Demarkationslinie hinaus. Und auf das Wirken der Ehrenamtlichen, "ohne die wir das alles gar nicht stemmen können", so Schweizer. Diese wünschen sich natürlich mehr Engagement von Seiten des Gemeinderats und ein klares Bekenntnis zur Initiative. Da Kunst in der Landschaft auch den praktischen Nutzen einer Touristen-Attraktion hat. Ein Wanderweg in der großen Runde von zwei Stunden mit allen wichtigen Stationen, Stelen und Werken aus Grieshabers Schaffen - das konnte Reutlingen bislang nicht bieten. Als westlichster Punkt im Biosphärengebiet ein tolles "Alleinstellungsmerkmal" wie Schweizer erkannt hat. Allein, es fehlen Mittel und Manneskraft.

Für die Künstler wie den Holzsäger Schwarz war es eine Freude und Inspiration, dabei gewesen zu sein unter den von 30 Bewerbern Ausgewählten. Alle Anwesenden kennen sich, stärken die Freundschaft und treffen sich im Buchladen von Litera-Besitzer Albrecht Andres oder bei der Ausstellung auf dem Bruckberg. "Das hört jetzt nicht mehr auf", sind sich alle Befragten sicher.

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