Überwältigende Geschenkefülle

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Geschenke in Hülle und Fülle, fast 200 Päckchen mehr als im vergangenen Jahr, warteten in diesem Jahr bei der Aktion „Sternenfunkeln“ auf die Kinder in der Citykirche. Foto: Norbert Leister  Foto: 

Fast 200 Geschenke mehr als im Vorjahr warteten ab Montagabend in der Reutlinger Citykirche auf ihre Abholer. Acht Brüder der Achalm-Loge hatten die insgesamt 1672 Pakete und Päckchen zuvor aus dem „geheimen Versteck“ in die Nikolaikirche zurückgebracht, wie Wolfgang Triebs von der Loge bemerkte. „Das hat uns allen viel Spaß gemacht.“ Am Dienstagmorgen fiel dann der Startschuss und die Geschenke wurden verteilt.

Zuvor gab es für alle Beteiligten allerdings jede Menge Arbeit: Privatpersonen wie Ursula und Günther Bolz sowie Lena Kroenlein von der Caritas hatten zuvor all die weit über 1500 Wünsche, die von bedürftigen Menschen eingegangen waren, in die Datenverarbeitung eingegeben. Die ebenso große Zahl an Sternen hatten sie dann ausgeschnitten und darauf die einzelnen Wünsche gedruckt, die Sterne an den großen Weihnachtsbaum in der Citykirche gehängt – dort trafen sie dann auf freudige Spender, die sich einen oder auch mehrere Sterne schnappten, die Geschenke besorgten und schön verpackt wieder zurückbrachten. „Ich bin überwältigt von der so großen Spendenbereitschaft“, waren sich nicht nur Pastoralreferentin Ulrike Neher-Dietz und Pfarrerin Katrin Zürn-Steffens von der Citykirche sowie Ursula Bolz einig.

Sakristei und Chorraum der Nikolaikirche waren am Montag ausgefüllt mit Geschenken, sie stapelten sich zum Teil meterhoch. Damit aber wirklich alle Wünsche erfüllt werden konnten, waren auch die Geldspenden etwa von Inner Wheel und von verschiedenen Firmen aus der Region  notwendig.

So hatten beispielsweise die Mitarbeiter der Schichtgruppe 4 der Robert-Bosch-Wafer-Fab in diesem Jahr wieder auf Weihnachtsgeschenke verzichtet und selbst Spenden gesammelt. „Wir machen das nun schon zum fünften Mal, im ersten Jahr erreichten wir 320 Euro“, berichtete Jelena Gasparevic. „Dieses Jahr waren es 1140 Euro.“

Sehr erfolgreich eingesetzt hat sich zudem erneut die St. Wolfgangschule: „Durch den Verkauf von selbst Gebackenem und durch Spenden von Eltern konnten wir mehr als 2300 Euro sammeln“, betonte Christine Fetzer am Montag. Und Lehrer-Kollegin Ingeborg Berger sagte: „Bei uns ist die Unterstützung der Aktion zu einem richtig großen Schulprojekt geworden, an dem fast alle Klassen beteiligt sind.“

Erneut gespendet hat auch in diesem Jahr wieder die Private Berufsschule Pro Genius: 600 Euro kamen da zusammen, wie Schulleiter Erik Ründal ausführte. Ebenfalls Geld gespendet hat die Achalm-Loge, zusätzlich zu ihrem Geschenke-Transport-Engagement. Und der Druiden-Orden hat den Betrag aufgerundet, so dass Walter Alle am Montag 1000 Euro an Katrin Zürn-Steffens und Ulrike Neher-Dietz überreichte.

„Ich war überrascht, wie viel Kleidung, Schuhe und sogar mit Babynahrung das Allernotwendigste gewünscht wurde“, sagte Ursula Bolz. Ein Zeichen für die zunehmende Armut in Reutlingen und Umgebung?

Für die drei Kooperationspartner der Aktion – Citykirche, Caritas und Diakonieverband – war von vornherein klar, dass selbstverständlich auch die Flüchtlingskinder etwa im ehemaligen Fernmeldeamt teilhaben sollten. „Auch wenn die muslimischen Kinder diese christliche Tradition nicht kennen, sollen alle Kinder in Reutlingen eingebunden werden“, betonte Neher-Dietz.

„Und die Kleinen freuen sich schon seit Wochen auf ihr ganz persönliches Geschenk“, ergänzte Zürn-Steffens. „Von Dienstag bis Donnerstag feiern wir in der Citykirche quasi jeweils von 10 bis 18 Uhr Bescherung“, so die Pfarrerin zufrieden über die neuerlichen Höchstleistungen dieses Erfolgsprojekts.

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