Überschaubare Besucherzahlen trotz bestem Wetter

Eigentlich bestes Wetter, viele Aktionen und Aktivitäten – doch zu einem Rekordbesuch beim Wellenfreibadfest reichte es gestern bei weitem nicht.

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„Und jetzt alleeee – Wellenbecken Stufe vieeeeer“, brüllte Franky als Nummer eins vom „Pool-Party Team Zephyrus“ gestern in das Mikrofon. Und die zahlreichen Zuschauer am Beckenrand ließen sich nicht lange bitten: Mit ihren Beinen und Armen schlugen sie jede Menge Wellen (im Schwimmerbecken), um dadurch die Teams anzuspornen, die auf ihren mehr als mannsgroßen Luftkissen-Scheiben versuchten, als Erste ins Ziel zu kommen. Für die Zuschauer am Rand war das ein Riesenspaß. Für die um jeden Meter kämpfenden Kids eine ziemlich anstrengende Sache. Aber: Ins Ziel kamen sie alle – wenn auch mit ein klein wenig Unterstützung durch Pool-Team-Mitarbeiter. Immerhin winkten den Teilnehmern des Wettbewerbs zahlreiche Preise.

Für Actionfans war also jede Menge geboten beim Wellenfreibadfest, dafür sorgten etwa auch die „Independent Steps“, die HipHop am Beckenrand präsentierten. Extra-coole Musik dröhnte die ganze Zeit über die Becken hinweg, so wie auch die Jungs vom Pool-Party-Team mit ihren Animationen und Moderationen stets für ausgelassene und beste Stimmung sorgten. Für Necdet Mantar als Leiter der Reutlinger Bäder war das sonntägliche Wetter allerdings – trotz strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen – „nicht ganz so toll“, wie er bemerkte. Warum? „Mehr als 4000 Besucher werden es heute wohl nicht werden“, prophezeite er. An einem Sonntag im Juli waren es schon mal 12 000 Gäste, da sei ein knappes Drittel doch eine mehr als überschaubare Zahl.

„Es müssten fünf Grad mehr Außentemperatur sein“, sagte Thomas Heid. „Dafür haben aber diejenigen, die hier sind, umso mehr Platz und Spaß im Becken“, waren sich Ute Geiser und Heid von der Kreissparkasse einig. Auch in diesem Jahr trat die Sparkasse beim Freibadfest erneut als Sponsor und Mitveranstalter auf, ein Glücksrad, Tombola, Riesen-Hüpfburg und Riesen-Rutsche wurden beim 29. Wellenfreibadfest nicht nur von der Bank gestellt, sondern auch von zehn Mitarbeitern betreut.

Thomas Heid war schon beim ersten Mal, im Jahr 1987 dabei. „Mit dem Wetter ist das allerdings so ein Phänomen – mal ist es zu kalt, mal zu heiß, mal sind die Ferien schuld, dass weniger Besucher kommen“, meinte Geiser. Und Mantar ergänzte: „Sobald ein paar Wolken am Himmel auftauchen, bleiben viele zu Hause.“ So auch gestern.

Die Eintrittspreise waren im Übrigen genau die gleichen, wie jeden Tag. „Wir haben keinen Aufschlag verlangt“, sagte Necdet Mantar. Immerhin haben sich die Stadtwerke Reutlingen das Fest ja auch einiges kosten lassen, das Pool-Party-Team Zephyrus, das durch die Freibäder in ganz Deutschland tourt, konnte ja schließlich auch nicht ganz ohne Kosten nach Reutlingen gelockt werden. „Die bringen alle Wasserfiguren mit, führen mit ihrem Team die Spiele durch und moderieren sie ebenso wie den Arschbomben-Contest“, erklärte der Leiter der Reutlinger Bäder. Freien Eintritt könne sich das Wellenfreibad schlicht und einfach nicht leisten – „schließlich weisen die Reutlinger Bäder jedes Jahr einen Verlust von 3,9 Millionen Euro aus“, so Mantar.

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