Trendsetter bei Life Sciences

Die Arbeit am Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (NMI) läuft normal hinter verschlossenen Türen. Nicht so am Samstag. Beim Tag der offenen Tür schaute auch Minister Nils Schmid vorbei.

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  • "Bescherung" beim Tag der offenen Tür am NMI (von links): OB Barbara Bosch, Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid mit dem Fördermittel-Bewilligungsbescheid und NMI-Chef Prof. Hugo Hämmerle. Fotos: Jan Zawadil 1/2
    "Bescherung" beim Tag der offenen Tür am NMI (von links): OB Barbara Bosch, Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid mit dem Fördermittel-Bewilligungsbescheid und NMI-Chef Prof. Hugo Hämmerle. Fotos: Jan Zawadil
  • Chemikerin Julia Schütte vom NMI erklärt Nils Schmid die Forschung mit Leberzellen im Detail. 2/2
    Chemikerin Julia Schütte vom NMI erklärt Nils Schmid die Forschung mit Leberzellen im Detail.
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"Hier krachts, hier funkts" - Oberbürgermeisterin Barbara Bosch beschrieb am Samstag die Arbeit am NMI fast schon lautmalerisch. Doch nicht, dass in der Markwiesenstraße die Werkstatt Daniel Düsentriebs wäre. Am Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen wird vielmehr anwendungsorientierte Forschung betrieben, die gleichzeitig als Schnittstelle von Bio- und Materialwissenschaften dient und sich den so genannten Life Sciences verschrieben hat.

Beim Tag der offenen Tür feierte das NMI trotzdem nicht nur das 60-jährige Bestehen des Landes mit. Vor allem die Besucher konnten sich ein eigenes Bild von der ansonsten hinter verschlossenen Pforten ablaufenden Arbeit machen oder sich über Möglichkeiten informieren, die das Institut jungen Wissenschaftlern sowie deren künftiger Karriere bietet.

Eine Station nach der anderen bot deshalb im gesamten Haus Einblicke in die Arbeit. So auch in die der Chemikerin Julia Schütte, die über ihre handfeste Forschung mit Leberzellen informierte. Denn mit deren Hilfe könnten Medikamente bereits im Lebermodell sowie auf einem Objektträger auf Verträglichkeit und Risiken für Patienten überprüft werden.

An der Forschung zeigte sich neben OB Barbara Bosch auch Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid interessiert. Er erklärte angesichts des Hightech-Standorts Baden-Württemberg sowie der ständigen Innovationen: "Wir können es uns leisten, einen Tick teurer zu sein." Wobei das NMI Beleg dafür sei, welche bereichernde Arbeit hier gemacht werde. Darüber hinaus, so Schmid weiter, sei das Institut ein wichtiger Baustein und Treiber für die Region Neckar-Alb als einm wichtigen Standort für den Bereich Life Sciences.

Bevor Schmid den jährlichen Grundzuschuss des Landes in Höhe von knapp zwei Millionen Euro an Institutsleiter Prof. Hugo Hämmerle überreichte, hob Barbara Bosch nochmals auf Reutlingen als gutes Pflaster für Innovationen ab, auch wenn sich das NMI bereits auf Kusterdinger Gemarkung befinde. Denn: "Schon vor 150 Jahren haben sich hier Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach getroffen."

Und die hätten damals schon bestimmte Rahmenbedingungen vorgefunden, die für eine erfolgreiche Arbeit notwendig gewesen seien. Letztlich sei der jetzige Strukturwandel trotzdem willkommen, wobei das NMI mit seiner Forschung und Vernetzung zur Wirtschaft Arbeitsplätze für künftige Generationen schaffe.

Der Tag der offenen Tür bot ein vielseitiges Programm. Vor allem aber konnten sich die Besucher über ausgewählte Bereiche des Instituts informieren, das in den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Biomedizintechnik oder Oberflächen- und Grenztechnologie tätig ist.

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