Trend zum Gymnasium verstärkt sich

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Am Reutlinger Friedrich-List-Gymnasium wird es im kommenden Schuljahr vier fünfte Klassen geben – eine weniger als in diesem Jahr.  Foto: 

Es war nur ein Din-A-4-Papier voller Zahlen, das Uwe Weber, Leiter des Amtes für Schulen, Jugend und Sport,  am Dienstagabend im Verwaltungs-, Kultur und Sozialausschuss vorstellte.

Insgesamt 957 Schüler wechseln im September auf weiterführende Schulen – das sind 17 weniger als noch zum Beginn des laufenden Schuljahres. 612 von ihnen wollen ab Herbst eines der fünf Reutlinger Gymnasien besuchen – das entspricht einem Wert von fast 64 Prozent. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag dieser Wert  bei 61,6 Prozent, im Schuljahr 2015/16 bei 56,9 Prozent. Der Trend zum Gymnasium hat sich damit weiter verstärkt.

Im kommenden Schuljahr wird es weiterhin 23 Einstiegsklassen an den fünf Reutlinger Gymnasien geben – allerdings hat sich die Gewichtung etwas verschoben. Am Friedrich-List-Gymnasium wird es ab September vier fünfte Klassen (bislang fünf) für 116 Schüler geben. Dafür wird das Johannes-Kepler-Gymnasium eine sechste Einstiegsklasse einrichten. Hier stieg die Zahl der Anmeldungen auf 155. Das Albert-Einstein-Gymnasium bleibt fünfzügig (142 Anmeldungen, plus 17), während das HAP-Grieshaber-Gymnasium im BZN mit 102 Anmeldungen  (-18) und das Isolde-Kurz-Gymnasium (97 Anmeldungen, -17)  vier fünfte Klassen bilden werden. „Wir haben 23 Klassen,  obwohl wir nur Raum für 20 haben“, sagte Weber und kündigte an, dass die Stadtverwaltung in dieser Sache gerade auch mit Blick auf steigende Bevölkerungszahlen auf den Gemeinderat zukommen werde.

Rückläufig sind die Anmeldezahlen für die Eichendorff-Realschule mit 128  – das sind 21 Fünftklässler weniger als noch im laufenden Schuljahr. Damit sinkt die Zahl der fünften Klassen  an der einzigen verbleibenden Reutlinger Realschule von sechs auf fünf. Das sei eine für Schulleiter Klaus Michelsburg „angenehme Zahl“, unterstrich Weber.

 Die vier Gemeinschaftsschulen werden ab Herbst voraussichtlich zehn Einstiegsklassen für insgesamt 217 Schüler bilden – ein leichtes Minus  von acht gegenüber dem Vorjahr.  Wie bei den Gymnasien gibt es auch hier  leichte Verschiebungen. Die Minna-Specht-Gemeinschaftschule (85 Anmeldungen) wird jetzt vier (plus eins) fünfte Klassen einrichten, dafür wird es an der Gemeinschaftsschule am BZN (52) nur noch zwei Einstiegsklassen geben. Die Eduard-Spranger-Schule (45) und die Betzinger  Friedrich-Hoffmann-Gemeinschaftschule (35) bleiben weiterhin zweizügig. Im Gegensatz zum Vorjahr habe man diesmal auf eine Schülerlenkung verzichten können, unterstrich Weber im Fachausschuss.

Aus den im Ausschuss vorgestellten Zahlen lassen sich keine allgemeinen Aussagen zur Übergangsquote treffen. Im Schuljahr 2016/17 wechselten, wie Uwe Weber auf Nachfrage sagte, 47,4 Prozent aller Reutlinger Grundschüler aufs  Gymnasium, 19,5 Prozent auf die Realschule und 32,9 Prozent auf die Gemeinschaftsschule.

Diese unterschiedlichen Werte sind auch darin begründet, dass viele Schüler aus benachbarten Gemeinden Gymnasien in der Achalmstadt besuchen. Den höchsten Anteil an Auswärtigen hat das Isolde-Kurz-Gymnasium (40,1 Prozent), gefolgt vom HAP-Grieshaber-Gymnasium (37,3 Prozent), dem Friedrich-List-Gymnasium (33,6 Prozent), dem  Johannes-Kepler-Gymnasium (9,1 Prozent) und dem Albert-Einstein-Gymnasium (5,3 Prozent). rab

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