Tipps für energieeffizientes Bauen und Sanieren

Die Fachmesse mit Kongress CEB Clean Energy Building habe, bilanziert Jasna Röhm, einmal mehr gezeigt, dass das Interesse an energieeffizientem Bauen und Sanieren ungebrochen hoch ist.

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Rund 6600 Besucher - Fachpublikum und Endverbraucher - kamen zur CEB und sorgten für Zufriedenheit bei den Ausstellern und beim Reutlinger Messeveranstalter Reeco. Foto: CEB/pr

Über 1200 Architekten, Ingenieure, Energieberater, Kommunalvertreter und andere Fachleute besuchten die 13 Kongresse, insgesamt kamen 6600 Fachleute und Endverbraucher auf die CEB vom 6. bis 8. März. Rund 220 Unternehmen präsentierten Produkte und Dienstleistungen rund um energetisches Bauen und Sanieren. "Die Rückmeldungen auf unsere hochkarätigen Fachtagungen waren sehr positiv", sagte Jasna Röhm, CEB-Projektleiterin beim Reutlinger Messe- und Kongressveranstalter Reeco. Die begleitende Fachausstellung habe den Besuchern innovative Lösungen für ihre Bauprojekte gezeigt. Auch das Angebot der Energieberatung für Privatleute, Kommunen und Gewerbe sei gut angenommen worden.

Welche Bedeutung die CEB - Clean Energy Building in den sieben Jahren ihres Bestehens erlangt hat, zeigte das Aufgebot in der Eröffnungsveranstaltung. Dr. Nils Schmid, Wirtschafts- und Finanzminister von Baden-Württemberg, betonte die Notwendigkeit von Energiesparen, effizienter Energienutzung und der Strom- und Wärmeerzeugung durch erneuerbare Energien für den Klimaschutz. "Für die Energiewende brauchen wir eine Politik, die die richtigen Akzente setzt", sagte er und hob das Erneuerbare-Wärme-Gesetz und den Sanierungsfahrplan für Baden-Württemberg hervor. Letzterer werde neue Chancen für das Handwerk und das Baugewerbe eröffnen.

Applaus erntete Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn für seine Forderung nach steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für Sanierungsmaßnahmen. "Die Leute würden aus dem tiefen Impuls, Steuern zu sparen, viel mehr tun, als es derzeit der Fall ist", sagte er. Derzeit läge die Sanierungsquote nur bei ein Prozent im privaten Wohnungsbau. "Sie muss aber bei drei bis fünf Prozent liegen, damit die Energiewende auf der Seite vonstatten gehen kann." Diese Förderung dürfe allerdings nicht zu Lasten von Städten und Gemeinden gehen, es müsse eine Finanzierungskooperation mit dem Bund sein. "Wenn Kommunen bauen, sollten sie immer den besten Energiestandard nehmen. Es sollte eigentlich immer schon der Standard von übermorgen sein", forderte er.

Mit solchen Bau- und Energiestandards befassten sich mehrere Kongresse auf der CEB. So fand hier in diesem Jahr das erste Aktivhaus-Plus-Symposium statt, das mit 150 Teilnehmern ausgebucht war. Der CEB-Veranstalter Reeco ist Mitglied im AktivhausPlus e.V., der 2013 gegründet wurde. Ziel des Vereins ist es, einen neuen Bau- und Energiestandard für Quartiere zu schaffen, der Gebäude, ihr Umfeld und die Mobilität mit einbezieht.

Auf großes Interesse stieß auch der zweite Energie-Spar-Check-Berater-Kongress. Dies ist mittlerweile der alljährliche Treffpunkt für Baden-Württembergs Energieberater geworden. Ein Highlight war der Vortrag von Umweltminister Franz Untersteller, der den aktuellen Stand des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes im Land schilderte.

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