Sulz-Spielplatz als "Leuchtturm"

Eningens Spielplätze sollen attraktiver werden - zwei sollen sogar als "Leuchtturm-Spielplätze" herausragen. Mit dem "Spielplatz Sulz" brachte der Gemeinderat jetzt den ersten Schritt auf den Weg.

|
Eningen wird den Sulz- zu einem Abenteurspielplatz ausbauen - mit einer Holzburg, zahlreichen Klettermöglichkeiten, Schaukeln und Rutschen, damit den kleinen Besuchern nicht langweilig wird.  Foto: 

Spielplätze gelten als weiche Standortfaktoren und können die Attraktivität einer Gemeinde bei der Entscheidung junger Familien über einen Zuzug beeinflussen. Eningen hat in den vergangenen Jahren hier einiges auf den Weg gebracht. Da aber die Ansprüche an die Freizeitgestaltung nicht geringer geworden sind, sollen künftig zwei "Leuchtturm-Spielplätze" noch mehr Spaß am Toben und Tollen gewährleisten.

Der Gemeinderat gab am Donnerstag mit 13 Ja-Stimmen sowie zwei Enthaltungen grünes Licht für den Umbau des "Spielplatzes Sulz". Zuvor hatten in einem Ideenwettbewerb der Grafenberger Landschaftsarchitekt Jörg Sigmund sowie das Reutlinger Büro FGL Höfer ihre Pläne vorgestellt. Letztlich setzen sich Sigmunds Ideen durch.

Dabei überzeugten den Gemeinderat vor allem die hinter den Plänen stehenden Überlegungen. Denn der Landschaftsarchitekt unterteilte seinen Entwurf für den Spielplatz in die drei "Hauptbereiche" Geißberg, Eningen und Achalm. Doch was da zunächst mit Namen für das Areal an der Zeller-Halle daherkam, stellte sich als landschaftlicher Bezug und letztlich als handfester Abenteuerspielplatz dar. Sollen doch eine Holzburg, zahlreiche Klettermöglichkeiten sowie Rutschen für Abwechslung sorgen.

Ganz billig wird der Spaß nicht. Die Kostenobergrenze von 240 000 Euro wird laut Landschaftsarchitekt Schmid eingehalten, auch wenn die nun vorgelegten Ideen in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Spielplatz erst noch konkretisiert werden müssen.

Während die Entscheidung in Sachen "Spielplatz Sulz" schnell getroffen worden war, tat sich der Gemeinderat mit der weiteren Entwicklung des Spielplatzes in der Stuifenstraße schwer. Auch dieser soll, so Ortsbaumeister Rainer Klett, die noch in diesem Jahr deutlich aufgewertet werden. In der Diskussion schieden sich die Geister vor allem an der Frage: Kletterwand oder Kletterstein?

Während SPD-Gemeinderätin Rebecca Hummel sich für eine Kletterwand mit Abmessungen von rund elf auf zwei Meter aussprach, zeigten sich andere Räte nicht gerade von der Idee überzeugt, die Klettergriffe direkt auf die Gartenstützmauer eines angrenzenden Privatgrundstücks zu montieren. Dazu kommt, dass die Stützmauer zunächst erst noch weiter in Richtung Spielplatz versetzt werden soll, das ohnehin nicht große Areal damit noch kleiner werden würde und die Errichtung der Kletterwand letztlich in Kooperation mit dem Anrainer erfolgen soll.

"Die Kinder haben von der Kletterwand einen Mehrwert", betonte Cliff Werz (CDU). Dabei werde der von der Maßnahme betroffene Hang am Rand des Spielplatzes laut Ortsbaumeister Klett sowieso nicht zum Spielen genutzt. Denkbar knapp war deshalb die Entscheidung für die Kletterwand an der Stützmauer: Sieben Gemeinderäte stimmten für, sechs gegen das Vorhaben, zwei enthielten sich.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Unterwegs in ein neues ÖPNV-Zeitalter

Der Gemeinderat hat gestern Abend mit großer Mehrheit den Grundsatzbeschluss für ein neues Stadtbuskonzept gefasst. Die Umsetzung soll im zweiten Halbjahr 2019 starten. weiter lesen