Straßenbeleuchtung bietet Sparpotenzial

Seit vergangenem Jahr arbeitet Eningen am Auf- und Ausbau eines systematischen Energiecontrollings. Das war Thema im Technischen Ausschuss.

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Begleitet durch die Klimaschutzagentur Reutlingen, verfolgt die Gemeinde das Ziel, Energiefresser zu identifizieren und durch verschiedene Maßnahmen, ihren Verbrauch zu reduzieren. Wie weit man bislang gekommen ist, hörte jüngst der Technische Ausschuss in Form des Energieberichts 2014.

Im vergangenen Jahr, so belegen es die Zahlen, sei es gelungen, bei den 18 Liegenschaften der Gemeinde, die benötigte Heizenergie um 24 Prozent und den Energieverbrauch bei Strom um fünf Prozent zu reduzieren. Aber mehr noch als alle kommunalen Gebäude zusammen, verspricht die Straßenbeleuchtung das mit Abstand größte Sparpotenzial. Nun ebenfalls Teil der Analyse, ist es - nach bald vollendeter, technischer Umstellung - auf rund 40 Prozent beziffert. Das bedeutet eine Ersparnis von künftig rund 160 000 Kilowattstunden im Jahr und entsprechend großer CO2-Mengen. Im Blick sind aber weiter auch die gemeindeeigenen Liegenschaften. Hier erwiesen sich vor allem die Achalm-Schule und mit ihr die Günter-Zeller Halle als "auffällig". Sowohl was den Heizbedarf, als auch den Stromverbrauch betrifft. Ist die Halle bereits mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet, erwartet man im Zuge der momentanen Schulsanierung auch dort Energieeinsparungen.

Die energiebewusste Sanierung der Liegenschaften ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Die andere ist es, den ressourcenschonenden Umgang mit Energie im Alltag zu fördern. Für die Kindergärten Bruckberg und Sulz wurde deshalb das "Fifty-Fifty Projekt" beschlossen. Es beteiligt die Einrichtungen finanziell an Einsparerfolgen: Die Hälfte der eingesparten Betriebskosten für Energie und Wasser steht ihnen künftig als Prämie zur freien Verfügung. Der Technische Ausschuss des Gemeinderats gab auf Grundlage des Energieberichts darüber hinaus grünes Licht für den weiteren Ausbau des Energiemanagements.

Grünes Licht für einen Bau der anderen Art, gaben die Ausschussmitglieder zuvor: Für den Mini-Kreisel im Baugebiet Wenge. Der Bau der Anlage ist mit rund 74 000 Euro veranschlagt und war bereits mehrmals Thema. Vorgelegt hatte Ortsbaumeister Rainer Klett nun erneut die Entwurfsplanung, samt dem detaillierten Erläuterungsbericht.

Der Kreisel mit einen Durchmesser von rund 16 Meter, soll an der Stelle, an der die Panoramastraße auf die Wengenstraße trifft, für eine optische und bauliche Zäsur und damit für abgesenkte Geschwindigkeiten sorgen. Alleine 80 Busse passieren die Stelle pro Tag. Im Gegensatz zu Autos sollen sie den Kreisel und die vier Zentimeter hohe Randeinfassung des Innenkreises, aber problemlos queren können.

Schäden an der Bausubstanz erwartet Klett nicht. Der Rand, ausgeführt in Granit, wie auch die Betonkonstruktion im Inneren des Kreisels, würden stattdessen für eine nachhaltige und robuste Bauweise sorgen. Eine Bauweise, die etwa in Laichingen seit mehreren Jahren erfolgreich in Benutzung sei.

Für Klett steht die Maßnahme jedenfalls in einem "vernünftigen" Kosten-Nutzenverhältnis. Der Ausschuss folgte dieser Ansicht mehrheitlich. Der Kreisel wird also in vorgelegter Form, im Zuge des zweiten Bauabschnitts Wenge-Stadion umgesetzt.

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