Stadt wird für Radverkehr umgebaut

|

Wann hat man so etwas schon gesehen: CDU und Grüne stellen einen gemeinsamen Antrag, der einstimmig verabschiedet wird (Einrichtung von Fahrradstraßen). Und auch der SPD-Antrag (unter anderem Schwerpunkt auf Schülerradverkehr und der Ausbau eines Netzes mit sicheren Radwegen) findet die Zustimmung beim politischen Gegner. Beim Thema Radverkehr herrscht Konsens.

Noch sind die Experten dabei, am Masterplan Radverkehr/ebike-city Reutlingen zu feilen. Doch die ersten Maßnahmen sollen dennoch rasch umgesetzt werden, möglichst noch in diesem Jahr. Da wären zum Beispiel die Moltkestraße und die Bellinostraße (zwischen Werastraße und Pomologie), die nun zur vorfahrtsberechtigten Fahrradstraße werden sollen und damit für mehr Sicherheit für die Schüler sorgen.

Im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss stellte Phillip Herzog vom beauftragten Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen in Aachen den derzeitigen Stand beim Masterplan vor. Die Planer haben in den vergangenen Monaten mehr als 1000 Fragebögen ausgewertet (so viel Interesse seitens der Bevölkerung erleben die Planer selten), haben Vor-Ort-Erhebungen durchgeführt, Unfallschwerpunkte markiert und auch die Erhebungen der Initiative „Eltern radelnder Schüler“ mit einbezogen. Am 30. November wird sich der Ausschuss in einer Sondersitzung mit dem Radverkehr in Reutlingen befassen, im Dezember findet ein zweites Bürgerforum statt. Der Beschluss des Masterplans soll dann im ersten Quartal 2018 erfolgen.

Keine Frage: Die Stadt wird weithin sichtbar für die Radfahrer umgebaut. Dabei geht vor allem um mehr Sicherheit, aber auch um eine Steigerung der Attraktivität für Radfahrer und Pedelec-Fahrer. Der jetzige Anteil von 15 Prozent Radfahrer am gesamten Verkehr soll auf 25 Prozent erhöht werden. Dabei müssen Autofahrer mit erheblichen Einschnitten rechnen. Zum einen weil Straßen für die Autofahrer unattraktiver werden (Charlottenstraße, Moltkestraße, Bellinostraße und weitere), zum anderen, weil Fahrspuren verengt werden. Sicher ist bereits jetzt, dass die Konrad-Adenauer-Straße stadtauswärts in Zukunft nur noch einspurig sein soll.

Und dann wäre da noch die alte Honauer Bahntrasse zwischen Südbahnhof und Reutlinger Bahnhof. Die Stadt verhandelt derzeit mit der Bahn, um auf der dortigen Trasse eine schnelle Radstrecke einzurichten.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Durch den Berg ans Ziel

Kurz vor der Öffnung des Scheibengipfeltunnels am Samstag blickt Bauleiter Norbert Heinzelmann auf die vergangenen acht Jahre zurück. weiter lesen